Jahrestagung der hessischen Amateurtheater

Tolle Auszeichnung für das Jugendensemble des Statt-Theaters Mengeringhausen

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Von der Auszeichnung freudig überrascht: Das Statt-Theater Mengeringhausen wurde mit seiner Inszenierung von „Fehldiagnose oder warum Liebe nicht wie Blinddarm ist“ mit dem hessischen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet. Das Bild zeigt das Ensemble mit den Regisseurinnen Monika Meuser (sitzend links) und Meike Kastenhuber (rechts).   

Bad Arolsen-Mengeringhausen.  Mit seiner Inszenierung von „Fehldiagnose oder warum Liebe nicht wie Blinddarm ist“ hat das Jugendensemble des Statt-Theaters den Jugendtheaterpreis 2019 gewonnen.

Das hat eine fachkundige Jury entschieden und den Preis beim Landesverbandstag der Hessischen Amateurtheater in Mengeringhausen überreicht.

Die Inszenierung - gespielt 2017 im Theaterladen - wurde damit in der Kategorie „Jugend“ als die beste in Hessen ausgezeichnet. Die Freude bei Ensemble und Regieteam war dementsprechend groß.

„Toll“, freut sich Monika Meuser, die bei „Fehldiagnose“ gemeinsam mit Meike Kastenhuber Regie geführt hat: „Ein schönes Gefühl“.

„Fehldiagnose oder warum Liebe nicht wie Blinddarm ist“ wurde von Tobias Greisen geschrieben und erzählt die Geschichte einer jungen Clique, die nach einem wunderschönen gemeinsamen Sommer den Tod einer Freundin betrauert. Eine sehr emotionale Produktion, in die Ensemble und Produktionsteam monatelange Arbeit gesteckt haben.

Der erste Platz ist mit 1000 Euro dotiert, die der Kinder- und Jugendarbeit des Theaters zu Gute kommen werden.

Das Statt-Theater war am Wochenende Gastgeber des Landesverbandstags Hessischer Amateurtheater. Dazu angereist waren Vertreter von knapp 30 Theatergruppen aus Hessen, darunter aus Wetzlar, Lampertheim, Bad Orb, Homberg und von der BAC in Bad Arolsen. 

Vom Präsidium des Landesverbands war die Stadthalle Mengeringhausen als Austragungsort gewählt worden, weil das hiesige Statt-Theater seit 25 Jahren besteht. „Eine gute Wahl“, befand für den Landkreis Waldeck-Frankenberg Hartmut Wecker. Er sprach von einem „theaterbegeisterten Landkreis“ und dass es schön sei, auch Vertreter mehrerer südhessischer Bühnen in Mengeringhausen zu sehen.

Stadträtin Katja Müller-Ashauer, selbst Gründungsmitglied des Statt-Theaters, überbrachte Grüße der städtischen Gremien und stellte fest, Bad Arolsen sei die heimliche Kulturhauptstadt des Landkreises.

Norbert Deforth, Präsident des Verbands Hessischer Amateurtheater, rechnete vor, dass im vergangenen Jahr zu den rund 2500 Vorstellungen aller Mitgliedsbühnen mehr als 250 000 Zuschauer gekommen seien.

Am Samstagabend schließlich saß eine Delegation des Landesverbands im Publikum bei der letzten Vorstellung von „Die Feuerzangenbowle“. Statt-Theater-Vorsitzende Silke Volkmann lud die Zuschauer ein, sich die neue Produktion des Jugendensembles ab Freitag anzusehen. Dann wird im Theaterladen das Stück „Stumm - Mittelmeer in Eimern“ gegeben.

(Von Luca Deutschländer)

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