Beim Neubau wird auf Nachhaltigkeit geachtet

Jugendzentrum am Birkenweg bekommt ein begrüntes Dach

Männer stehen vor einem Baukran und vor einer Baustelle
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Neubau des Jugendzentrums am Birkenweg: Anstelle eines Richtfestes hatte Bürgermeister Jürgen van der Horst (links) zu einer Baubesprechung eingeladen. Mit dabei: Architekt Arno Puy, Jugendpfleger Friedhelm Schüttler, Bauamtsleiter Norbert Schmidt und sein Nachfolger Marko Tröger (rechts) und Bauleiter Jörg Büddelfeld (Mitte).

Die Zimmermanns-Arbeiten am Dachstuhl markieren normalerweise das Richtfest bei einem Neubau. Doch das Jugendzentrum am Birkenweg bekommt einen Dachstuhl im herkömmlichen Sinne. Die Dachkonstruktion wird als Brettstapel-Decke aufgelegt.

Bad Arolsen - So gab es also am Montag anstelle eines Richtfestes eine Baubesprechung mit Handwerkern, Architekt Arno Puy, dem scheidenden Bauamtsleiter Norbert Schmidt, dem neuen stellvertretenden Bauamtsleiter Marko Tröger und dem Leiter der Jugendpflege, Friedhelm Schüttler.

Zufrieden konnte Bürgermeister Jürgen van der Horst feststellen: „Wir liegen trotz der Winterausfälle im Zeitplan und auch der Kostenrahmen von knapp 2,1 Millionen Euro wird bisher eingehalten.“

90 Prozent der Baukosten werden aus dem Bundesprogramm „Soziale Integration im Quartier“ finanziert. Und auch die Kosten für die Dachbegrünung in Höhe von 32 000 Euro werden aus einem Programm für kommunalen Klimaschutz gefördert.

Nahwärme und Dämmstoff aus Recycling-Material

Überhaupt werde bei dem Neubau großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, so der Rathauschef stolz: „Das Gebäude wurde recht aufwendig an das Nahwärmenetz angeschlossen.“

So soll es einmal aussehen: Ansicht des neuen Jugendzentrums vom Birkenweg.

„Und für die Wärmedämmung der Bodenplatte wurde Glasschaum-Schotter verwendet“, ergänzte Architekt Arno Puy. Auch die vorgesetzte Glas-Holz-Fassade diene der Wärmedämmung sei unter Nachhaltigkeits-Gesichtspunkten ausgewählt.

Bei der Gestaltung der Giebelfassade zum Birkenweg könnten die Jugendlichen und künftigen Nutzer des Jugendzentrums ihre Wünsche und Ideen einbringen, so Norbert Schmidt. Eine endgültige Design-Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Tanzfläche ist nicht eingeplant

Als Fertigstellungstermin wird derzeit noch Januar 2022 genannt. Allerdings sei man dabei vor allem von den vollen Terminkalendern der Handwerker abhängig, gab Architekt Puy zu bedenken.

Der Neubau des Jugendzentrums am Birkenweg wird insgesamt eine Nutzfläche von 530 Quadratmetern auf zwei Ebenen haben. Eine Tanzfläche wie im abgerissenen Vorgängergebäude wird es definitiv nicht geben.

Der Raumplan sieht vielmehr genügend Platz für Werken, Musizieren und Mediennutzung vor. Die Räume zeigen zur verglasten Fassade. Nur das geplante Café bekommt eine geschlossene Wand zum Birkenweg und öffnet sich zur innen liegenden Terrasse. Geplant sind barrierefreie Zugänge für alle Räume im Erdgeschoss sowie ein Aufzug zum Obergeschoss. (Elmar Schulten)

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