Erlös für die Aktion für behinderte Menschen 

Kammerensemble musiziert in der Landauer Kirche für den guten  Zweck

Klarinettenklänge dominieren beim Auftakt: Benefizkonzert des Kammerorchesters des Heeresmusikkorps Kassel in der Kirche zu Landau. Foto: Armin Haß

 Bad Arolsen-Landau. Einen bunten Strauß an Evergreens aus Klassik, Swing und Pop und bis dato in diesem Rahmen ungehörten Klängen präsentierte das Kammerorchester des Heeresmusikkorps Kassel beim Benefizkonzert in Landau für die Aktion für behinderte Menschen.

In der voll besetzten Kirche zogen die verschiedenen Ensembles des Orchesters die Register ihres Könnens und unternahmen sie die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch verschiedene Stilrichtungen.

Was begeistert das Publikum?

Das Publikum war begeistert und wippte im Takt mit, als etwa das Glenn Miller-Swingmedley vom Klarinettenensemble gespielt wurde. Gefühlvoll wurden Seelenlandschaften in der Ouvertüre aus dem Soundtrack zu „Dancer In The Dark“ von der isländischen Pop-Ikone Björk Gudmundsdottir durchstreift.

Unerhört das rhythmische Gepoltere im Altarraum: Auf Holztischen inszenierten die Mitglieder des Schlagzeug- und Perkussionsensembles eine animierende Samba-Session unter Einsatz von Händen und Ellenbogen.

Welche Stilrichtungen?

Das Publikum applaudierte ebenso begeistert wie für das halsbrecherische Altsaxophonspiel von Benjamin Karaca in den folkloristischen Variationen über ein spanisches Thema von Paul Agricole Génin.

Eine reizvolle Kombination aus Flöte (Svenja Borgstädt) und Marimbaphon ((Claudia Römer) bot die Interpretation der Tango-Geschichte von den Anfängen in den Hurenhäusern von Buenos Aires über die Tanzsäle bis zur Gegenwart aus der Feder des seligen Bandoneonspielers und Komponisten Astor Piazolla.

Freiwilliger Einsatz

Klangliches Neuland, zumindest für die Ohren der meisten Konzertbesucher, betraten die Perkussionsspieler mit den Minimal Music--Fantasien von Giovanni Sollima mit dem 1999 entstandenen Stück „Millenium Bug“.

Die Konzerte des Kammerorchesters sind ehrenamtlich und freiwillig neben 140 Einsätzen des Heeresmusikkorps Kassel, wie Dirigent Stabsfeldwebel Andreas Alschinger bei der Begrüßung erklärte.

Voll besetzte Kirche

Zum dritten Mal gastierte dieses Ensemble in Landau, launig moderiert von den Musikern Svenja Borgstädt und Timo Birkenbusch.

Die voll besetzte Kirche dürfte Anzeichen für ein schönes Spendenergebnis zugunsten der Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg sein. Dazu trug auch Erster Stadtrat Helmut Hausman in Vertretung von den erkrankten Schirmherren Bürgermeister Jürgen van der Horst mit einem Geldgeschenk bei.

Wer veranstaltet das Konzert?

„Die Spendenfreude spricht für den Gemeinsinn in unserer Gesellschaft“, sagte Hausmann und lobte das Engagement des Militärorchesters sowie er Aktion für behinderte Menschen unter der Leitung von Oberst a. D. Jürgen Damm.

Dank der vielfältigen ehrenamtlichen und unentgeltlichen Unterstützung auch für das Konzert liege der finanzielle Aufwand für die Verwaltungsaufgaben bei Null, betonte Damm.

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