Dorfrundgang durch Gembeck

Klagen über Schwerverkehr

Twistetal-Gembeck - Die Autoschlangen, die sich derzeit Tag für Tag durch Gembeck wälzen, beschäftigen die Einwohner. Das machte Ortsvorsteher Günter Fischer beim Ortsbegang mit Bürgermeister Stefan Dittmann deutlich.

Den Gang durch das Dorf hatte der Ortsbeirat mit der anschließenden Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus verbunden. Von der wackligen Torwand auf dem Spielplatz bis hin zur fälligen Straßensanierung reichte das Spektrum der Themen, die die Gembecker bewegen. Dass dabei an erster Stelle das hohe Verkehrsaufkommen steht, das seinen Grund in der Sperrung der Ortslage Twiste und der ausgeschilderten Umleitungsstrecke hat, wurde beim Ortsbegang immer wieder deutlich. Seit mittlerweile einem Monat schiebt sich der Verkehr durch das kleine „Stiefeldorf“ – darunter nicht wenige Lastwagen, die häufig die „Nur für Anlieger“-Beschilderung einfach ignorieren und den Pkw über die beliebte Abkürzung in Richtung Gut Frederinghausen folgen. „Über Nacht fährt alles über Frederinghausen“, hat Günter Fischer beobachtet. Das mache sich auch am nächtlichen Geräuschpegel bemerkbar. Ein weiteres Problem: „Die Straßen sind dafür nicht ausgelegt“, brachte der Ortsvorsteher ein Hauptproblem auf den Punkt. Es sei eigentlich ein Wunder, dass noch kein Unfall passiert sei, zumal Pkw regelmäßig auf die Bankette ausweichen müssten und es Drängler gebe, die noch an den engsten Stellen versuchen würden, an Lastwagen vorbeizukommen. Aus all diesen Gründen will sich der Ortsbeirat nun verstärkt für Tempomessungen und Kontrollen in der Ortslage einsetzen. „Und zwar nicht nur sporadisch, sonst hat das keine nachhaltige Wirkung“, machte Fischer deutlich. Ein generelles Tempolimit würde der Gembecker Ortsbeirat in einigen Straßen des Dorfes begrüßen. Speziell in der Straße Am Mühlenberge, wo besonders viele Familien mit Kindern ansässig sind. Den Vorstoß Fischers, dort eine Spielstraßenregelung mit Schrittgeschwindigkeit einzurichten, wiegelte Bürgermeister Dittmann als eher unrealistisch ab: „Hier herrscht nur Anliegerverkehr.“ Nicht nur aus Sicht des Ortsbeirats muss im Hohlweg dringend etwas getan werden. Beim regenreichen Ortsbegang wurde dies augenfällig: Wahre Wasserströme ergossen sich am Gulli vorbei die Straße hinunter. Für „eine vernünftige Wegeführung und Entwässerung“ sprach sich der Ortsvorsteher aus. Einen entsprechenden Antrag wolle man für die nächste Haushaltsrunde vorbereiten. Beschlossene Sache ist die Straßensanierung in dem steilen Weg, der in Gembeck allgemein als „Katzenburg“ bekannt ist. „Das ist hier im Winter eine Katastrophe“, machte Ortsvorsteher Fischer mit Blick auf den zerstörten Asphalt deutlich. Der ramponierte Weg soll neu gemacht werden, nachdem sich die Anwohner mehr als fünf Jahre um eine Sanierung bemüht hatten. Die kleine Treppe zwischen Kirche und Festscheune steht ebenfalls auf der Agenda des Ortsbeirats. Die Stufen der ehemals in Eigenleistung gesetzten Treppe sind abgesackt und rutschig, ein Geländer fehlt. Dies soll sich bis zum 1075-jährigen Dorfjubiläum ändern, das die Gembecker im kommenden Jahr in ihrer Festscheune feiern wollen. „Wir müssen sehen, dass wir die Verkehrssicherheit gewährleisten können“, so Fischer. Weitere Themen wurden beraten, darunter der Vorbau der Friedhofskapelle, der nach dem Willen der Gembecker eine Teilverglasung als Wetterschutz erhalten soll. Ferner wurde ein baufälliger „Schandfleck“ in der Kurve vor dem Ortsausgang in Richtung Frederinghausen begutachtet.Bei der früheren Wagenremise sei entweder „Sicherung oder Abriss“ angesagt, wie es der Ortsvorsteher auf den Punkt brachte: „Das muss vonseiten der Gemeinde aus angesprochen werden. So kann‘s nicht bleiben.“ (sim)

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