Chorleiterin Lisa Herrlich steht für Qualität und Freude beim Singen

Das klingt herrlich

20 Jahre „Haste Töne“ in Berndorf: Die Chöre von Lisa Herrlich trafen sich in der Mehrzweckhalle zu einem klingenden Geburtstagsfest. Foto: Sandra Simshäuser

Twistetal-Berndorf - Zwanzig Jahre ist es her, dass die Sänger von „Haste Töne“ als kreisweit erster Chor neue musikalische Wege beschritten. Der Trend hat sich bewährt: Rockig und frisch wurde auch das 20-jährige Bestehen gefeiert.

So bunt wie die Luftballons, die sich durch die voll besetzte Berndorfer Mehrzweckhalle zogen, ist auch die Vielfalt der „Haste Töne“-Chöre.

Das bewies die große Chorgemeinschaft klangvoll zum Jubiläumsfest. Bodennebel, der über die Bühne wabert, begeistert mitklatschende und mitstampfende Zuhörer zu Queens „We will rock you“ oder einfühlsame Solovorträge neuerer Hits sind bei Chorkonzerten nach wie vor eher spärlich zu finden. Umso besser kommt die Musik von Coldplay, John Lennon oder Barclay James Harvest im Chorsatz an. Kein Wunder, dass aus dem „zarten Pflänzchen“, das der 1992 gegründete Kinderchor seinerzeit darstellte, längst ein großer Chor ohne Nachwuchssorgen geworden ist.

62 Jugendliche und Erwachsene von zwölf bis siebzig Jahren treffen sich unter Leitung von „Haste-Töne-Urgestein“ Lisa Herrlich regelmäßig zum Singen. Hinzu kommen weitere Gruppen wie der achtzehnköpfige Kinderchor, dessen Leitung Lisa König im vergangenen Jahr übernommen hat.

Zum „Zwanzigjährigen“ sorgte außerdem die von Helmut Isenberg dirigierte „Boygroup“ für spaßige Momente, feierte die Gruppe „All about Eight“ ihre Wiedervereinigung, stellte sich neben Solisten auch der Jugendchor „Patchwork Voices“ vor und fegten die „Smiley Linedancers“ aus Korbach zum Johnny-Cash-Medley über die Bühne.

Sängerische, aber auch menschliche Harmonie und Lebendigkeit innerhalb der „Haste Töne“-Familie waren bei sämtlichen Vorträgen zu spüren. Diese Eigenschaften hatte auch Bürgermeister Stefan Dittmann den Chören und Solisten schon vorab bescheinigt. Bei so vielen Ablegern, die aus dem „zarten Pflänzchen“ hervorgegangen sind, konnte ein besonderes Lob an die „Gärtnerin“ Lisa Herrlich nicht ausbleiben.

„Sie haben den Chor von Anfang an begleitet und zu dem gemacht, was er heute ist“, so dankte Dittmann der Dirigentin, die auch das Geburtstagskonzert mit Taktstock und Piano begleitete, für ein reges Chorleben in der Großgemeinde. Von Beginn an dabei war zudem Michael Fritsch, der dem Verein „Haste Töne“ seit dessen Gründung im Jahr 1994 vorsteht.

Für den langjährigen Vorsitzenden hatte Annelies Weibel vom Sängerbezirk Korbach die Ehrennadel des Waldeckischen Sängerbundes mitgebracht. Von Sandra Simshäuser

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