Kreisstraße 91 bei Orpethal freigegeben

Das Ei des Kolumbus

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Bürgermeister Elmar Schröder präsentiert bei der Verkehrsfreigabe der Kreissstraße K91 sein ganz persönliches „Ei des Kolumbus“. Vor einem Jahr war der Ausbau der Straße noch nicht sicher.

Diemelstadt-Rhoden - Noch beim Ortstermin vor zwei Jahren hatte es so ausgesehen als würde die Kreisstraße K91 niemals ausgebaut. Doch Bürgermeister Elmar Schröder ließ nicht locker. Bei der Verkehrsfreigabe gestern schwärmte er strahlend vom Ei des Kolumbus.

Mit 5,50 Meter war die Kreisstraße eindeutig viel zu schmal, um länger als Autobahnanbindung für den Schwerlastverkehr zu und von den Wrexer Papierfabriken zu dienen. - Das war beim Ortstermin allen Kreis- und Landtagsabgeordneten klar geworden, die auf Fahrrädern die im April 2012 die enge und kurvenreiche Strecke befahren sollten.

Doch dann hakte es bei der Detailplanung und vor allem an der Finanzierung. Das Wirtschaftsministerium machte deutlich, dass der ebenfalls gewünschte Radweg vor allem wegen der teuren Brückenbauwerke nicht zu finanzieren sei. Vom Landesbetrieb Hessen-Mobil wurde der Stadt eine 20-Punkte-Liste vorgelegt, die vom Magistrat abgearbeitet werden musste, bevor etwas passieren könne.

Bürgermeister Schröder wurde 2013 in Wiesbaden vorstellig und schaffte es, den zuständigen Ministerialdirigenten wenigstens teilweise zu überzeugen. So einigte man sich schließlich auf eine Lösung ohne Radweg. Dann ging alles ganz schnell.

Die Fahrbahnbreite der Kreisstraße K91 beträgt jetzt - wie auf der westfälischen Seite der Landesgrenze sechs Meter mit beidseitigen Banketten von einem Meter. Die Kosten für die 1150 Meter lange Straße belaufen sich auf 678000 Euro.

Dazu gibt es einen Landeszuschuss von 65 Prozent nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.

Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf freute sich gestern bei der Verkehrsfreigabe mit interessierten Orpethalern , dass am Ende dann doch alles ziemlich schnell gegangen sei.

Durch den neuen Autobahnanschluss bei Westheim habe der Verkehr auch in Orpethal enorm zugenommen. Deshalb sei der Straßenausbau erforderlich gewesen.

Leider sei für den Radweg kein Geld da gewesen. Der Diemelradweg bleibe aber ein Thema: „Da muss uns igendwann noch etwas einfallen.“

Das bekräftigten auch die Ortsvorsteher von Orpethal, Rainer Runte, und Westheim, Franz-Josef Weiffen, die zugleich die gute Zusammenarbeit lobten

Ausdrücklich dankte Bürgermeister Schröder dem Westheimer Ortsvorsteher und Marsberger Kommunalpolitiker für dessen Hilfe beim Kauf der zusätzlich benötigten Flächen von den betroffenen Westheimer Landwirten. Außerdem lobte Schröder die Unterstützung des Kreispolitikers Harald Plünnecke im Bauausschuss des Landkreises. Nun mit vereinten Kräften sei es gelungen, die Straße so zügig zu bauen. Aus Sicht der Diemelstadt habe die Kreisstraße vor allem die Funktion, die Investitionen in die Ortsdurchfahrt von Wrexen auf Dauer zu schützen.

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