Diemelstadt

Krabbenzucht auf altem Holzhof

- Diemelstadt (-ah-). Frische Krabben aus dem Mittelgebirge: Nach den Sommerferien soll eine mit einer Biogasanlage verbundene Shrimpszucht auf dem ehemaligen Holzhof geschaffen werden.

„Ein tolles Konzept! Eine Gewerbebrache verschwindet, mehr von solchen Projekten!“, frohlockte 
Wolfgang Behrens (SPD) am Mittwochabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Gesellschaft Bioenergie Rhoden unter Beteiligung der Firma Ascon Bioenergie in Voerde als Hauptgesellschafter sowie des Volkmarser Bauunternehmers Paul Josef Flore und der ebenfalls in der Kugelsburgstadt ansässigen Architektin Brigitte Schade-Kleist plant die Krabbenzuchtanlage (wir berichteten bereits). Auf dem ehemaligen Holzhof sollen eine Biogas- und eine Photovoltaikanlage, ein bis zu 7,50 Meter hohes Gebäude mit einem Meerwasserbassin zur Shrimpszucht und eine Lagerfläche geschaffen werden. „Ein Konzept, wie wir uns das für 
eine Biogasanlage wünschen“, sagte Markus Budde (SPD). Der Stadtverordnete zielte dabei auf die effektive Energieausnutzung ab: Aus der Biogasanlage (elektrische Energieleistung von 0,5 MW) wird nicht nur Strom ins öffentliche Netz gegen eine erhöhte Vergütung eingespeist, sondern auch die Abwärme genutzt: Damit soll das Wasser in der Krabbenzuchtanlage erwärmt werden. Zur Stromerzeugung werden außerdem Solarmodule installiert. Planungsrechtlich ist das ehemalige Holzhofgelände, das die Waldeckische Domanialverwaltung an die Investoren verpachtet, eine Konversionsfläche, wie Detlef Schmidt vom Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung in Grebenstein erklärte. In einem beschleunigten Verfahren kann das Projekt genehmigungsreif gemacht werden – vorausgesetzt, vonseiten der Träger öffentlicher Belange werden keine gravierenden Einwände angemeldet.

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