Ambulante Operationen im Krankenhaus Bad Arolsen sind besser planbar

Kürzere Wartezeiten für Patienten

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Können ambulante Eingriffe sehr verlässlich planen (von links): Dr. Peter Ahrens (Chefarzt Chirurgie), OP-Manager Frank Günther, Christian Feine (Chefarzt Anästhesie) und Dr. Peter Wotzlaw (Chefarzt Chirurgie). Foto: GNH

Bad Arolsen - Im Krankenhaus an der Großen Allee gibt es seit Kurzem einen speziellen Trakt für ambulante Operationen. Für die Patienten bedeutet das eine Verbesserung, weil sich - unabhängig von Notfällen im zentralen Operationsbereich - die Termine sehr gut planen lassen und somit die Wartezeiten kurz sind.

Bisher erfolgten die ambulanten Operationen entweder im Zentral-OP oder - sofern es sich um kleine Eingriffe mit örtlicher Betäubung handelte - direkt in der chirurgischen Ambulanz des Krankenhauses Bad Arolsen.

Nun wurde im zweiten Obergeschoss ein abgetrennter Bereich neu gestaltet, der seit 2007 vorwiegend für ambulante Operationen am Grauen Star genutzt wird. Dazu kommt der Direktor der Augenklinik im Kasseler Klinikum, Prof. Dr. Rolf Effert, regelmäßig mit einem erfahrenen Team nach Bad Arolsen.

Nach kleineren Umbauten verfügt der Trakt jetzt zusätzlich zum Wartebereich auch über einen Umkleidebereich mit Duschen.

In dem Operationssaal werden ausschließlich planbare Operationen ausgeführt. „Dadurch ist unsere Zeitplanung sehr verlässlich und wir können die Patientinnen und Patienten termingerecht behandeln“, so Frank Günther, Leiter des Funktionsdienstes im OP-Bereich und zugleich OP-Manager. „Da keine Notfälle behandelt werden, ist die ganze Atmosphäre viel entspannter.“ Die bisherigen Rückmeldungen der Patienten seien durchweg sehr positiv.

Der ambulante OP-Trakt wird - neben den Augenärzten - von den chirurgischen und gynäkologischen Disziplinen des Krankenhauses genutzt. Die Allgemeinchirurgen um Chefarzt Dr. Peter Ahrens entfernen dort beispielsweise Warzen, Lipome (gutartige Tumoren des Fettgewebes), eingewachsene Zehennägel und Portkatheter, wie sie für die Tumortherapie benötigt werden.

Das unfallchirurgische Team von Chefarzt Dr. Peter Wotzlaw nimmt dort unter anderem Metallentfernungen nach verheilten Knochenbrüchen vor, behandelt sogenannte Karpaltunnelsyndrome oder spaltet verengte Sehnenscheiden (Ringbandspaltungen). Auch die gynäkologischen Belegärzte Dr. H.-Achim Herting und Dr. Ulrich Streich nutzen den ambulanten Operationstrakt für kleinere Eingriffe z.B. an der Brust oder Ausschabungen.

Der ambulante Operationstrakt ist für alle Narkoseverfahren ausgelegt: Vollnarkose, Teilnarkose oder lediglich örtliche Betäubung. Anästhesie-Chefarzt Christian Feine: „Wir wählen für die ambulanten Eingriffe üblicherweise Narkoseformen, die rasch abklingen, so dass die Patienten schnell wieder auf den Beinen sind und nach Hause gehen können.“ (pr)

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