Einstimmiger Beschluss der Synodalen

So kürzt Kirchenkreis Twiste-Eisenberg  bei Stellen für Pfarrer 

Im Zentrum der evangelischen Gemeinde. Die evangelische Stadtkirche Bad Arolsen am frühen Abend. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen – Die Synodalen des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg haben einstimmig für eine „moderate“ Kürzung von 26,5 auf 23 Pfarrstellen in den Jahren von 2020 bis 2025 votiert.

Nach Gesprächen mit Kirchenvorständen und Pfarrern sei dieser Stellenplan herausgekommen, sagte Dekanin Eva Brinke-Kriebel vor der Synode in der Aula des Bathildisheims in Bad Arolsen.

Vorbereitungen vor Votum

Die Dekanin erläuterte den zu 85 Prozent auf der Zahl der Gemeindeglieder und zu 15 Prozent auf der Fläche basierenden Plan zur Synode und bot noch eine Bedenkzeit bis zu einer weiteren Zusammenkunft Anfang Juli an.

Doch die Ergebnisse der vorab geführten Gespräche wurden in den Gemeinden akzeptiert und konnten daher auch von den Synodalen getragen werden. Lediglich drei Enthaltungen zählte Präses Karsten Meyer bei der Abstimmung.

Darum wird gekürzt

Die Reduzierung der Pfarrstellen wurde aufgrund der Forderung des Landeskirche vorgenommen. Grund ist die zurückgehende Zahl an Gemeindegliedern.

Der neue Personalplan für die Seelsorger stellt nach den Worten von Dekanin Brinke-Kriebel sicher, dass möglichst volle Stellen erhalten bleiben und Kirchspiele nicht auseinandergerissen werden. Auch bleiben Pfarrhäuser und -sitze erhalten.

Mangel an neuen Pfarrern

Sie machte auch deutlich, dass in Zukunft Pfarrer dringend benötigt werden. Wenn in wenigen Jahren die Seelsorger aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand gehen, könnte die Stellenbesetzung schwierig werden.

Bereits in diesem Pfarrstellenplan sind bevorstehende Pensionierungen in die Planungen einbezogen worden. Jedoch werden die Stellen in Korbach und in Bad Arolsen nach Weggang der beiden Pfarrer nicht wieder besetzt. Das Arbeitspensum soll mitgetragen werden durch zusätzliche Aufträge für die Pfarrer in Eimelrod und Twiste/Waroldern für die Kreisstadt sowie durch die Kolleginnen aus Landau und Külte/Schmillinghausen.

Die besondere Situation

In Heringhausen wird die Pfarrstelle gestrichen. Hier könnte der Inhaber der Stelle in eine Funktion des Kirchenkreises wechseln.

Eine besondere Situation ergibt sich beim Evangelischen Kindergartenzweckverband Nordwaldeck. Die von der Landeskirche finanzierte ganze Stelle des Leiters Pfarrer Christian Rehkate, der zusammen mit der Pädagogischen Leitung den Verband führt, muss Ende 2021 vom Kirchenkreis getragen werden.

"Funktioniert das?"

 Dabei ist eine Reduzierung von einer Dreiviertel- auf eine halbe Stelle vorgesehen: „Ob das funktionieren wird?“, fragte Pfarrerin Birgit Holk. „Da steckt viel Arbeit drin“, und Rehkate leiste „eine tolle Führungsarbeit“. 

„Wir haben mit ihm gesprochen und eine Idee, wie die Funktion demnächst getragen werden kann“, sagte die Dekanin. Die Landeskirche könne auch sagen, die Leitungsstelle im Zweckverband werde nicht wieder mit einem Pfarrer besetzt.

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