Mengeringhäuser Schützengesellschaft übernehmen Gefrieranlage

Kulissen einlagern ohne Kühlung

Der Eigentümerwechsel von der Gefriergemeinschaft auf die Schützengesellschaft ist perfekt. Das besiegeln die beiden Vorstände per Handschlag und mit kleinen Präsenten: v. l. Karl Schmidt, Alfred Theune, Helmut Patzer, Lothar Föll, Hans-Dieter Hauptmann, Christa Schäfer, Robert Pohlmann, Gerald Nelle und Karl-Wilhelm Götte. Foto: Elmar Schulten

Bad arolsen-Mengeringhausen. - Es ist ein Geschäft, von dem beide Seiten profitieren: Die Gefriergemeinschaft schenkt der Schützengesellschaft die alte Gefrieranlage im Philosophenweg. Dafür übernimmt die Schützengesellschaft die fachgerechte Entsorgung der alten Kühlanlage.

Als die Gefriergemeinschaft am 17. März 1961 gegründet wurde, war das von ihr betriebene Gefrierhaus mit 35 Fächern eine hochmoderne Einrichtung. Endlich hatten die Mengeringhäuser Familien die Gelegenheit, Vorräte einzufrieren und auf lange Zeit frisch zu verwahren.

Kühlschränke und Gefriertruhen gab es zwar schon, waren aber noch sehr teuer und längst nicht in jedem Haus vorhanden. So teilte man sich also den Stauraum und die Stromkosten.

Die technische Revolution in den Küchen hat das Konzept der Gemeinschaftsgefrieranlage aus der Mode kommen lassen. Die alten Kühlgeräte brauchen viel Strom, zuletzt für 4000 Euro pro Jahr. Die Investition in neue Geräte ist teuer und lohnt sich nur, wenn alle Fächer vermietet sind.

Da aber zuletzt zehn Fächer in der 100 Quadratmeter großen Anlage leerstanden, hat die Gefriergemeinschaft beschlossen, sich aufzulösen. Um die hohen Entsorgungskosten für die Kühlanlage zu sparen, war die Übergabe an die Schützengesellschaft eine willkommene Alternative.

Die Schützen suchen dringend einen Lagerraum für die Festspiel-Kulissen und verfügen in ihren Reihen über genügend fleißige und versierte Handwerker, die die Entsorgung und den Umbau stemmen können. Das knapp 100 Quadratmeter große Gebäude ist als Kulissenlager perfekt.

So wurde man sich schnell handelseinig. Der Schenkungsvertrag und die Auflösung der Gefriergemeinschaft ist längst beurkundet. So erfolgte am Dienstag nur noch die Schlüsselübergabe per Handschlag und ein wehmütiger Blick zurück auf all die vielen leckeren Braten, die über die Jahrzehnte in der Gefrieranlage zwischengelagert waren.

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