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Marko Lambion als neuer Bürgermeister von Bad Arolsen vereidigt

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Von: Armin Haß

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Erster Stadtrat Udo Jost (links) und Stadtverordnetenvorsteher Gerd Frese (3. von links) übernahmen die Amtseinführung von Bürgermeister Marko Lambion (2. von rechts). Rechts desen Amtsvorgänger, der heutige Landrat Jürgen van der Horst. Blumen und gute Wünsche gab es für Ehefrau Ines Lambion.
Erster Stadtrat Udo Jost (links) und Stadtverordnetenvorsteher Gerd Frese (3. von links) übernahmen die Amtseinführung von Bürgermeister Marko Lambion (2. von rechts). Rechts desen Amtsvorgänger, der heutige Landrat Jürgen van der Horst. Blumen und gute Wünsche gab es für Ehefrau Ines Lambion. © Armin Haß

Marko Lambion ist am Donnerstagabend in der Stadthalle Mengeringhausen zum Bürgermeister ernannt und vereidigt worden.

Bad Arolsen – Stadtverordnetenvorsteher Gerd Frese und Erster Stadtrat Udo nahmen die Einführung im Rahmen einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung vor 200 Anwesenden unter Einhaltung der etwas gelockerten Corona-Hygieneregeln vor.

Amtskette vom Landrat überreicht

Es war eine außergewöhnliche Zeremonie unter diesen Bedingungen. Lambion war 2008 als Stadtverordnetenvorsteher mit dem damaligen Ersten Stadtrat Helmut Hausmann an der Amtseinführung des damals neu gewählten Bürgermeisters Jürgen van der Horst beteiligt, der am Donnerstag als seit Anfang dieses Jahres amtierender Landrat Lambion die Amtskette des Bürgermeisters von Bad Arolsen aushändigte.

Augenzeugen waren neben Familienangehörigen, Bekannten, politischen und beruflichen Weggefährten auch die früheren Bürgermeister Dr. Günter Welteke, Ernst Hubert von Michaelis und Gerhard Schaller sowie der Ehren-Erste Stadtrat Helmut Hausmann und Landtagsabgeordneter Jan-Wilhelm Pohlmann.

Sie machten Musik

Der CDU-Stadtverordnete Guido Thoma und seine „Barocker“ musizierten zur Amtseinführung Lambions, der nebst Thoma Mitglied der BARock AG ist.

Die „Barocker“ musizierten bei der Amtseinführung von Bürgermeister Marko Lambion. Dieser ist Mitglied der BARock AG, in der auch der Stadtverordnete Guido Thoma (rechts an der Gitarre) aktiv ist.
Die „Barocker“ musizierten bei der Amtseinführung von Bürgermeister Marko Lambion. Dieser ist Mitglied der BARock AG, in der auch der Stadtverordnete Guido Thoma (rechts an der Gitarre) aktiv ist. © Armin Haß

Lambion rief in seiner Antrittsrede die Kommunalpolitiker und Bürger auf, gemeinsam die Zukunft einer“ lebens- und liebenswerten“ Stadt zu gestalten. Dabei beschwor er die Arolser Verhältnisse, die durch faire und offene Diskussionen und die gemeinsame Suche nach Lösungen gekennzeichnet würden. Er versprach wiederum den Stadtverordneten, sie offen und frühzeitig über wichtige Themen und Änderungen zu informieren, um damit zielorientierte und sachliche Diskussionen zu ermöglichen.

Das ist zu tun

Er fiebere bereits dem ersten Diensttag am kommenden Montag im Rathaus entgegen - in den vergangenen Wochen war er bereits in die Entscheidungsprozesse in Magistrat und Abteilungsleiterrunden einbezogen. Denn: „Eine Schonfrist wird es nicht geben“, wie Landrat van der Horst deutlich machte.

Das Feld sei gut bestellt, erklärte Lambion mit Hinweis auf seinen Vorgänger. Er hob die Modernisierung der effizienten Verwaltung, die sich weiter digitaler und kundenorientierter aufstellen werde, die Interkommunale Zusammenarbeit, die vertieft werden solle, und die vielfältige ehrenamtliche Arbeit hervor, die ein wichtiger Eckpfeiler für die Stadtentwicklung sei.

Noch nicht abzusehen

Viele wichtige Entscheidungen und Projekte ständen an. Wichtige bleibe es, den finanziellen Spielraum im Haushalt zu erhalten, der in den vergangenen Jahren konsolidiert wurde. Dabei seien die vollen Auswirkungen der Corona-Pandemie und nun des Ukraine-Krieges auf die Wirtschaft nicht abzusehen.

Vor diesem Hintergrund müssten ökonomische und ökologische Belange miteinander verknüpft werden. Die Stärkung des Gesundheitsstandortes, die Förderung der heimischen Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen, die Förderung dererneuerbaren Energien, Schaffung von Wohnraum im Innenbereich sowie die Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen nannte er als wichtige Ziele.

Vorbildlich gearbeitet

Er dankte Erstem Stadtrat Jost dafür, dass er in den vergangenen vier Monaten die Amtsgeschäfte eines Bürgermeisters vorbildlich wahrgenommen habe.

Er sei froh,, dass er sein Amt in Frieden und Freiheit und ohne Angst vor diktatorischem Zwang ausüben könne, sagte Lambion Er denke dabei auch an die Menschen der vom Krieg gezeichneten Ukraine und die dortige junge Demokratie.

Keine Schonfrist

Eine 100-Tage-Frist zum Einarbeiten stehe bei dem neuen Bürgermeister Marko Lambion nicht an, wie Stadtverordnetenvorsteher Gerd Frese bei dessen Einführung deutlich machte. Es gebe Projekte, die „unter den Nägeln brennen“, wie etwa die beiden Stadien in Bad Arolsen und Mengeringhausen. Immerhin sei der finanzielle Rahmen gut. Und Lambion genieße volles Vertrauen.

„Wir werden die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Wirtschaft schmerzhaft spüren, diese werden den Bürgern Belastungen bringen“, gab Gerd Frese zu bedenken. Landrat Jürgen van der Horst bekräftigte, dass Lambion frühzeitig alle Fraktionen zur Unterstützung gewonnen habe und das Wahlergebnis von über 90 Prozent Vertrauen zeige. Als Landrat wünsche er sich, dass die bisherige gute Interkommunale Zusammenarbeit in Nordwaldeck auf den Landkreis ausstrahle.

Mit Erfahrung ans Werk

Mit seiner beruflichen und politischen Erfahrung, seiner fachlichen Qualifikation und seiner Persönlichkeit überzeuge Lambion. Dabei bleibe er authentisch und sei er den Menschen zugewandt, sagte van der Horst.

Bürgermeister Hartmut Linnekugel, der mit seinem Nachfolger Hendrik Vahle als Vertreter der Kreisgruppe des Städte- und Gemeindebundes aus Volkmarsen kam, freute sich schon auf die weitere Vertiefung der Kooperation: „Gemeinsam sind wir stark.“

Transparenz gefordert

Das Amt fordere sehr großen persönlichen Einsatz. Daher sei es wichtig, dass seine Ehefrau hinter ihm stehe, sagte Linnekugel. Zudem sei Transparenz im Umgang mit den Bürgern wichtig.

Amtseinführung von Bürgermeiser Marko Lambion (mit Ehefrau Ines im Vordergrund). Applaus spendeten die Stadtverordneten und Gäste in der Stadthalle Mengeringhausen.
Amtseinführung von Bürgermeiser Marko Lambion (mit Ehefrau Ines im Vordergrund). Applaus spendeten die Stadtverordneten und Gäste in der Stadthalle Mengeringhausen. © Armin Haß

Die Amtseinführung von Marko Lambion als siebter Bürgermeister von Bad Arolsen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch humorige Anmerkungen und Musik der „Barocker“ aufgelockert.

Er war „Interimstrainer“

Erster Stadtrat Udo Jost, der vier Monate die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters wahrnahm, schilderte sein Wirken als „Interimstrainer“ und präsentierte in einer Bilderschau die Abteilungsleiter in Fotocollagen als fitte Fußballer.Jost dankte dem gesamten Team.

Als „Residenzstädter“ sei es ihm „Freude und Ehre“ gewesen, Funktionen eines Bürgermeisters ausgeübt zu haben und das Vertrauen zu genießen. Er freue sich auch auf die kommenden vier Jahre als Erster Stadtrat. (Armin Haß)

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