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Land Hessen hilft beim Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten am Mengeringhäuser Hagen

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Von: Elmar Schulten

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Gruppenfoto mit fünf Männern und zwei Frauen vor den Gewerbebetrieben im Bioenergiepark Mengeringhausen.
Zuschussbescheid für schnelles Internet: Von links Erster Stadtrat Udo Jost, Bundestagsabgeordneter Armin Schwarz, Digitalministerin Kristina Sinemus, Landtagsabgeordneter Jan-Wilhelm Pohlmann, Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion, Petra Gerhold von der Bioenergiepark GmbH und Landrat Jürgen van der Horst. © Elmar Schulten

Für 1,2 Millionen Euro sollen die Gewerbe- und Industriegebiete auf dem Mengeringhäuser Hagen an das schnelle Internet angeschlossen werden.

Bad Arolsen - Mit 475 260 Euro beteiligt sich das Land Hessen an dem Projekt. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid überbrachte die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus an die Geschäftsführerin der Bioenergiepark Nordwaldeck GmbH, Petra Gerhold.

Mit dabei war Landrat Jürgen van der Horst, der sich als Bürgermeister von Bad Arolsen mit Nachdruck für den Digitalausbau auf dem Hagen eingesetzt hatte. Mit dem Geld fördert das Land Hessen den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes in Arolsen sowie die gigabitfähige Anbindung von 42 Gewerbebetrieben im Gewerbegebiet Söllinge sowie im Bioenergiepark.

Bad Arolsen ist vergleichsweise gut angebunden

Die Projektplanung hatte sich verzögert, weil sich im ersten Anlauf kein Telekommunikationsunternehmen an der nach Europarecht vorgeschriebenen Ausschreibung beteiligt hatte. Nun aber scheinen alle planungsrechtlichen Hürden beseitigt zu sein. Dennoch könnte die Umsetzung der pläne noch einmal 18 Monate in Anspruch nehmen, so Geschäftsführerin Gerhold.

Ministerin Sinemus betonte, es sei Ziel, eine flächendeckenden Gigabitversorgung auf Glasfaserbasis herzustellen. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg seien bereits viele hundert Kilometer Glasfaser verlegt, um die Menschen gigabitfähig anzubinden. Das Ergebnis: mehr als 95 Prozent der Haushalte surfen bereits mit Bandbreiten von 50 Mbit/s, in Bad Arolsen seien sogar 98 Prozent.  

Anbindung von Schulen schreitet voran

Mit dem Fördergeld von Bund und Land sollen nun 42 Gewerbestandorte in der Stadt Bad Arolsen mit Glasfaser bis in die Gebäude hinein (FTTB/H) erschlossen werden. Hierfür werden je rund 22 Kilometer Glasfaser sowie Leerrohre verlegt. „Wir werden unser Ziel, bis 2030 in ganz Hessen Glasfaseranschlüsse bereitzustellen, erreichen“, hob Ministerin Sinemus hervor.

„Als Zwischenziel haben wir in der Digitalstrategie ein besonderes Augenmerk auf den zügigen Ausbau der digitalen Netze, insbesondere für Schulen, Wirtschaft und vor allem auf den ländlichen Raum, gelegt. Auch die Anbindung von Schulen schreitet voran: So sollen bis Ende 2022 nahezu alle Schulen an das Highspeed-Netz angebunden sein, aktuell sind knapp 77 Prozent der Schulen am Netz.“

Bioenergiepark entwickelt sich gut

„Wir gehen in Waldeck-Frankenberg mit großen Schritten voran, um die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet konsequent weiterzuentwickeln“, betonte Landrat Jürgen van der Horst, der das Projekt bereits in seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Bad Arolsen sehr intensiv begleitet hat. In den vergangenen Jahren hat der Landkreis gemeinsam mit anderen Partnern ein Glasfasernetz von rund 2200 Kilometern in Nordhessen gebaut. „Die Landesförderung versetzt uns in die Lage, in diesem Zusammenhang insbesondere auch den Landkreis als Wirtschaftsstandort zu stärken.“

„Der Bioenergiepark Nordwaldeck wurde mit starken Geburtswehen ins Leben gerufen. In der letzten Dekade hat er aber durch die Ansiedlung von vielen Unternehmen eine sehr positive Entwicklung zum Erfolgsprojekt genommen. Die auch durch das Land Hessen geförderte Breitbandanbindung ist der Lückenschluss für eine weiter positive Zukunftsperspektive“, sagte Bad Arolsens Erster Stadtrat Udo Jost. Der Bioenergiepark Nordwaldeck (BEP) in Bad Arolsen besteht aus einem Gewerbegebiet sowie einem Industriegebiet und verfügt über ein eigenes Heizkraftwerk.

Landesregierung investiert Rekordsumme in digitale Infrastruktur

Für den Ausbau digitaler Infrastrukturen ist zunächst die private Telekommunikationswirtschaft zuständig. Nur wenn der Ausbau in einem definierten Gebiet nicht wirtschaftlich darstellbar ist, darf der Staat mit öffentlichen Mitteln unterstützen. Die Hessische Landesregierung arbeitet mit Hochdruck am selbstgesteckten Ziel, eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur (FTTB/H) in Hessen bis 2030 bereitzustellen.

Hierfür stellt sie, neben der Vereinfachung des Bau- und Planungsrechts auch Informations- und Beratungsleistungen durch z.B. das Breitbandbüro bereit. Mit rund 270 Millionen Euro investiert die Landesregierung in dieser Legislaturperiode so viel Geld wie noch nie zuvor in den Ausbau der digitalen Infrastruktur.

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