WLZ-Wettbewerb "Waldecks Wort"

Darum posiert die Truppe von „Bellicum Montanum“ wie auf Rembrandts "Nachtwache"

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Ihr Herz schlägt für Landögger Platt: „Deij Landögger Vereijn Bellicum Montanum drippet sick im Kellergewölbe vum Schlotte, ümme öwwer sijne bevürstohende Veranstaltung im April tou schwatzen.“ Von links Ralph Busch alias Hans von Landau, Christof Hollenstein, Gerd Trotte und Andreas Karl Böttcher aus Marsberg vom plattdeutschen Arbeitskreis des Geschichtsvereins. Der Landauer Wettbewerbs-Beitrag ist ein Spruch auf Landögger Platt: „Waldeck mijne Heimat, Landogge mijn Glücke, mijn Teheime.“

Bad Arolsen-Landau. Sie nennen sich „Bellicum Montanum“, was soviel heißt wie „kriegerisches Bergvolk“. Ihre wahre Liebe gilt aber nicht der lateinischen Sprache, sondern dem "Landögger Platt".

Hinter einem als Stillleben drapierten Tisch mit historischen Karten, Kerzen und Totenkopf posierten die Historiendarsteller wie Herrschaften auf Rembrandts Ölbild „Die Nachtwache“. Ein echter Hingucker! Aber warum die ganze Aktion? Zur Präsentation ihres Wort-Beitrags für den WLZ-Wettbewerb "Waldecks Wort" haben sich die Mitglieder von „Bellicum Montanum“ nach Rücksprache mit Schlossherrn Alexander Fitz in vollem Ornat am Sonntag im Gewölbekeller von Schloss Landau getroffen.

Ihnen fallen jede Menge Worte ein, die es nur im Landögger Platt gibt. Als Beispiele nennt Gerd Trotte „Strünzeken“ als Begiff für eine kleine Wanne oder „luspern“ als anderes Wort für „zuhören“ oder „Gelurre“ als Umschreibung für „der ganze Kram“.

Für den Wettbewerb „WLZ sucht Waldecks Wort“ haben die Landauer Gerd Trotte und Heinrich Viering alleine eine Liste mit über 100 Wörtern eingereicht. Am wichtigsten ist ihnen aber dieser Sinnspruch:  „Waldeck mijne Heimat, Landogge mijn Glücke, mijn Teheime.“ Dabei wird das „ei“ jeweils eher wie „ehj“ ausgesprochen.

Hinter einem als Stillleben drapierten Tisch mit historischen Karten, Kerzen und Totenkopf posierten die Historiendarsteller wie Herrschaften auf Rembrandts Ölbild „Die Nachtwache“.

Doch zurück zum Wettbewerb: Die nächsten Termine sind am Mittwoch, 21. März, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus von Külte. Dann tagt der plattdeutsche Arbeitskreis und hofft auf neue Mitstreiter, denen das Plattdeutsche am Herzen liegt.

Am Freitag, 6. April, ist der Sprachforscher Dr. Werner Beckmann ab 10 Uhr wieder vor Ort. In Landau werden dann im Wohnhaus von Heinrich Viering Sprach-Interviews von Gewährsleuten, Sätze und Vokabeln zu Sprachforschungszwecken und für die Nachwelt aufgenommen. Zum Sprachforschungsprojekt werden noch in allen waldeckischen Ortschaften Probanden gesucht, sodass ein flächendeckendes Bild der Dialekte und Mundarten entstehen kann.

Motto: „Kleine und große Erlebnisse für die ganze Familie.“

Am Sonntag, 13. Mai, wird ab 10.45 Uhr zum „Mutter-(Sprachen-)Tag“ ins Waldecker Spielzeugmuseum nach Massenhausen eingeladen. Der Tag beginnt in der Massenhäuser Kirche mit einem plattdeutschen Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Andreas Nissen unter Mitwirkung von Karl-Heinz Behle (Benkhausen) und Karl Preising (Benkhausen).

Anschließend gemeinsames Mittagessen im Museum und Startschuss für ein Familienfest für alle Platt-Freunde des Waldecker Landes. Die Kinder können in der „Kinderstube“ schöne Geschichten aus dem Waldecker Land unter plattdeutschen Aspekten und Illustrationen erleben.

Da an diesem Tag auch „Internationaler Museumstag“ ist, hat das Museum natürlich auch geöffnet und bietet hochdeutsche und zusätzlich plattdeutsche Führungen durch die Räumlichkeiten an.

Mitmachen: Alle Leser können ihre Vorschläge - gerne auch mehrere Wörter - bis zum Gründonnerstag, 29. März, einreichen: per Postkarte oder Brief an die Waldeckische Landeszeitung, Lengefelder Str. 6 in 34497 Korbach oder gleich hier über das Teilnahmeformular:

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