Erhebliche Instandhaltungsarbeiten notwendig

Landauer Wasserkünstler erhalten 500 Jahre altes Technikdenkmal

Das Gebäude der 500 Jahre alten Wasserkunst im Wattertal in Landau. Foto: Heinz-Willi Müller

Bad Arolsen-Landau – Die historische Trinkwasserversorgung im Landauer Wattertal hat auch im fünften Jahrhundert ihres Bestehens nichts an ihrer Anziehungskraft eingebüßt, stellte Vorsitzender Thomas Müller bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins fest.

Mehrere hundert Besucher aus dem In- und Ausland wurden im vergangenen Jahr durch die Wasserkunst Landau geführt.

Das ist zu tun

Um das zu erreichen, seien wieder erhebliche Pflege- und Instandsetzungsarbeiten in und um die Wasserkunst erforderlich gewesen, so Müller in seinem Bericht. Ein Teilbereich des Mühlengrabens habe mit einer Teichfolie abgedichtet werden müssen.

Die Treppe neben dem Hauptgebäude sei komplett erneuert worden und auch das Lager und die Kurbelwelle, die die Kraft des Wasserrades auf die Pumpen übertragen, hätten saniert werden müssen. Außerdem sei die Pflasterfläche vor dem Gebäude ergänzt worden. 

Schaden durch Hochwasser

Nach einem Hochwasser im Juli sei die Böschung des Mühlengrabens auf einer Länge von rund 15 Metern komplett abgerutscht. Auch der Pumpenkeller sei überflutet worden. Dank des beherzten Einsatzes einiger Mitglieder konnte der Schaden schnell behoben werden.

Im September wanderten die Mitglieder zur Baustelle der Windkraftanlagen. Dabei gab Horst Wagner auf dem Jägerblick einen Bericht über den Gesamtzustand des Landauer Waldes. Am Viehmarktumzug in Landau haben die Wasserkünstler erstmals mit einem Motivwagen teilgenommen.

Mehrere Einsätze nötig

Auch für dieses Jahr haben sich die Wasserkünstler viel vorgenommen: So sind mehrere Arbeitseinsätze nötig.

Der Mühlengraben muss ausgehoben und abgedichtet, die Außenanlage gereinigt, die Technik vorbereitet werden. In Corona-Zeiten ist es aber noch unklar, wann es wieder Besuchszeiten geben wird

Sie wurden gewählt

Bei den Vorstandswahlen wurden der erste und zweite Kassierer Dirk Giesing und Maik Ohm sowie der erste und zweite Schriftführer Bernd Müller und Matthias Boos gewählt. Zu Ehrenmitglieder wurden Gunthard Ohm, Horst Nolte und Heinz-Arno Wachs ernannt.

Informationen zur historischen Wasserkunst gibt es per E-Mail: wasserkunst-landau@online.de sowie auf der Homepage: www.wasserkunst-landau.de  red

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