Kreisstraße 91 zwischen orpethal und der Landesgrenze

Landesregierung soll Zusage einhalten

Diemelstadt-Orpethal - Der Ausbau der Kreisstraße K91 und die Frage, ob hier ein Radweg gebaut werden muss, werden Thema im Landtagswahlkampf.

Der SPD Landtagskandidat Dr. Christoph Weltecke informierte sich am Mittwoch vor Ort über die Situation an der westfälischen Landesgrenze und forderte die Landesregierung auf, ihre vor Jahren gegebene Versprechen zum Kreisstraßenbau nun auch einzulösen.

Erster Stadtrat Dieter Oderwald und SPD Fraktions- und Parteichef Markus Budde informierten Weltecke, dass die Landesregierung aus CDU und FDP eine bereits in Aussicht gestellte Förderung für den dringend notwendigen Bau eines Radweges entlang der Straße nunmehr zurückgezogen habe.

Das Verkehrsministerium argumentiere damit, dass es auf der Straße zu wenig Verkehr gebe. „Die Position der Landesregierung geht an den Realitäten vorbei!“, ärgert sich Dr. Weltecke.

Unzählige Lkw seien bereits jetzt täglich auf der Straße als Zulieferverkehr zweier großen Papierfabriken in Wrexen unterwegs. Der Schwerlastverkehr werde in Zukunft noch weiter zunehmen.

Gerade im Begegnungsverkehr könne es daher zu bedrohlichen Situationen kommen. Radfahrer, die nicht auf einem sicheren Radweg unterwegs sind schweben hier in Lebensgefahr.

Besonders ärgerlich sei, dass das Wirtschaftsministerium den städtischen Gremien jahrelang während der Planungsphase eine Förderung in Aussicht gestellt habe: „Das Land hat hier einen Vertrauenstatbestand geschaffen und muss sich an seinen Zusagen messen lassen!“

Alle Gremien in Waldeck-Frankenberg hätten ihre Hausaufgaben für den Ausbau der Kreisstraße und den angrenzenden Radweg gemacht. Der Kreistag habe für 2014 Mittel von über 600000 Euro für den Ausbau der Kreisstraße im Investitionsplan eingestellt. Die Diemelstadt habe zudem erhebliche Mittel für den Kauf von Flächen und die Planungen aufgewendet.

Neben der verkehrstechnischen Notwendigkeit sehen Weltecke und Stadtrat Oderwald durch den fehlenden Radweg auch Nachteile für den Tourismusstandort Waldeck- Frankenberg: Der Diemelradweg führt auf 110 Kilometer von der Diemelquelle in Usseln bis zur Wesermündung in Bad Karlshafen. Entlang der Kreisstraße 91 sei das einzige Teilstück auf dem es keinen ausgebauten Radweg gibt. - „Nicht gerade ein Aushängeschild für den Tourismusstandort Nummer 1 in Hessen.“, findet auch Markus Budde.

Weltecke versprach, das Thema an die SPD Landtagsfraktion weiterzuleiten und sich im Falle seiner Wahl persönlich für eine Förderung des Radweges entlang der Kreisstraße 91 einzusetzen. „Wir brauchen eine Landesregierung die den ländlichen Raum ernst nimmt und unterstützt“, so Dr. Weltecke.

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