Farmers for Future 

Landwirte starten in Bad Arolsen mit Treckern zur Demo nach Berlin

+
Bauern aus dem Waldecker Land und dem Raum Marsberg starteten in Bad Arolsen zur Fahrt nach Berlin, wo eine große Demonstration stattfindet.

Bauern aus dem Waldecker und Marsberger Raum starteten am Montagmorgen zur Demonstration von Landwirten nach Berlin. 

Was die Bauern aus der Region mobil macht, sind drohende Einschnitte bei den Einkommen. Diese befürchten sie durch unfaire Konkurrenz aus dem Ausland im Rahmen des Mercosur-Abkommens, aber auch durch Verbote für den Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln.

Demo in Hauptstadt

Die konventionell wirtschaftenden Bauern sehen sich nach Auffassung von Johannes Bauer von der Domäne Obergembeck ungerechtfertigten Angriffen bei Ackerbau und Viehzucht ausgesetzt. Und deswegen wollen sie in der Hauptstadt demonstrieren.

 „Hier gehen nicht die Inhaber von großen, industriell ausgerichteten Betrieben auf die Straße, sondern von Familien geführten Bauernhöfen, deren Zukunft auf dem Spiel steht.“ Forderungen nach einer „Agrarwende“ müssten auch gerechte Einkommen für Landwirte einschließen.

Das ist notwendig

Dazu sei auch eine „Einkaufswende“ notwendig, ergänzt die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, Stephan Wetekam. Doch nur sieben Prozent der Kunden kauften Ökoprodukte ein.

Mit den von den Politikern zu schaffenden passenden Rahmenbedingungen könnten die Landwirte auch auf Forderungen in Richtung Bioprodukte eingehen.

Nur mit den Landwirten

Auch die konventionell wirtschaften Landwirte seien für den Schutz von Insekten, die für das Bestäuben etwa der Rapsblüte erforderlich seien.

Dabei müssten sie aber auch in der Lage bleiben, gegen schädliche Insekten Mittel einzusetzen. Die plakative Aussage bei der Trecker-Demo lautet daher: „Ja zu Insekten-, Arten- und Bodenschutz! Aber nur mit uns!“

"Mahnfeuer"

Auch in Volkmarsen wird für den Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe demonstriert. Der Ortsbauernverband lädt am Dienstag ab 19 Uhr am Hof Leis, Wolfskammer 6, zu einem „Mahnfeuer“ ein. Alle Bürger sind bei Speisen und Getränken zu Informationen und Gesprächen mit Bauern eingeladen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare