Erfolgsgeschichte des Umbaus und der Umnutzung des denkmalgeschützten Gebäudes geht in neue Phase

Lebenshilfe wird Bahnhofseigentümer

Nach fünf Jahren Nutzung wird der Bahnhof Twiste an das Lebenshilfe-Werk übergeben. Unser Bild zeigt (v.l.) Bauamtsleiter Horst Figge, Altbürgermeister Günther Hartmann, Bürgermeister Stefan Dittmann, Lebenshilfe-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Werner und die Lebenshilfe-Fachbereichsleiter Christoph Hille und Theo Brömmelhaus. Foto: Sandra Simshäuser

Twistetal-Twiste - Vor fünf Jahren zogen die ersten Menschen mit Behinderungen in das umgebaute Bahnhofsgebäude in Twiste ein. Gestern wurde der Bahnhof offiziell dem Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg übergeben.

Sowohl von der Gemeinde Twistetal als auch vom Lebenshilfe-Werk wird das gemeinsame Projekt „Bahnhof Twiste“ als beispielhaft bewertet. Fünf Jahre lang hatte die Gemeinde Twistetal das komplett sanierte und umgebaute Gebäude an die Lebenshilfe vermietet.

Inzwischen hat das Lebenshilfe-Werk das Gebäude gekauft und ist seit dem heutigen Tag offizieller Eigentümer der von acht Menschen mit Behinderungen bewohnten Immobilie.

Die Gemeinde Twistetal habe das leer stehende Bahnhofsgebäude seinerzeit günstig erwerben können, erinnerte sich Altbürgermeister Günther Hartmann beim gestrigen Ortstermin. Rund 576000 Euro betrug das Gesamtvolumen der Sanierungsmaßnahme, die in die Zeit der Dorferneuerung in Twiste fiel. Die damals getroffene Abmachung, das Gebäude vorläufig in Gemeindehand zu lassen und der Lebenshilfe für fünf Jahre zur Verfügung zu stellen, setzte Hartmanns Nachfolger Stefan Dittmann in die Tat um.

Den Bahnhof bezeichnete der Bürgermeister jedoch nicht nur als Paradebeispiel für ein gutes Förderprogramm. Vielmehr seien das umgestaltete Gebäude, dessen Bewohner und die Lebenshilfe als Partner der Kommune, aber auch als Arbeitgeber nicht mehr aus Twiste wegzudenken.

In guter Partnerschaft

„Das ist ein sehr gutes Beispiel für Integration“, betonte Dittmann und wies darauf hin, dass im Ortskern von Twiste noch weitere elf Menschen mit Behinderungen im betreuten Wohnen leben.

Das Hofgut Rocklinghausen mitgerechnet, werden vom Lebenshilfe-Werk insgesamt 47 Bewohner am Standort Twiste betreut, die mittlerweile fest zur Gemeinde gehören.

„Wir sind dankbar, dass es mit dem Partner Lebenshilfe so gut geklappt hat“, bekräftigte Dittmann bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Über die Belegung der Wohnungen im Bahnhof muss sich der neue Eigentümer übrigens keine Sorgen machen, wie Theo Brömmelhaus, Fachbereichsleiter Wohnen im LebenshilfeWerk, erklärte: „Der Bahnhof ist ein begehrtes Wohnhaus. Wenn hier was frei wird, stehen die Leute Schlange.“

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