Berufsbildungswerk um eine Neuausrichtung bemüht · Hilfe aus Wiesbaden erhofft

Leerstand im Internat beheben

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Bad Arolsen - In Gesprächen mit Mitarbeitern, Vorstand und Auszubildenden des vom Bathildisheim getragenen Berufsbildungswerks hat sich die Staatssekretärin im hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, über die Situation der Bildungseinrichtung informiert.

Anlass für den Besuch waren die in jüngster Zeit gesunkenen Teilnehmerzahlen. Noch 2008 erreichte das BBW Nordhessen mit 500 Teilnehmern seinen höchsten Auslastungsstand, momentan absolvieren nur noch 330 Teilnehmer ihre Ausbildung an den Standorten in Bad Arolsen und Kassel. Damit verbunden ist ein Leerstand im Wohndorf an der Mengeringhäuser Straße. Zwei der insgesamt fünf Häuser stehen deshalb für eine Umnutzung zur Verfügung. Da die Gebäude beim Bau der Einrichtung vor rund 30 Jahren eine Zweckbindung erfuhren, muss über eine Umwidmung entschieden werden. Das hessische Sozialministerium war immer ein wichtiger und verlässlicher Partner für das Berufsbildungswerk. Deshalb setzt der Vorstand unter Leitung von Helmut Hausmann und Albert Schmid auch bei den jetzt anstehenden Gesprächen unter anderem mit der Agentur für Arbeit auf Unterstützung aus Wiesbaden. Konkret geht es um die Möglichkeit, leer stehende Gebäude an andere Nutzer aus dem sozialen Bereich verpachten zu können.Ursprünglich war die Einrichtung für die berufliche Ausbildung von Schwerbehinderten errichtet worden. Heute werden hier überwiegend junge Leute mit Lernschwächen und psychischen Beeinträchtigungen betreut. Die direkt angeschlossene staatliche Berufsschule im BBW vermittelt in kleinen Klassen praxisnah die Allgemein- und Fachbildung. Bei Bedarf erhalten die jungen Erwachsenen zusätzliche Unterstützung durch psychologische, medizinische, sozial- und sonderpädagogische Fachdienste sowie Stütz- und Förderunterricht.

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