Bürgerinitiative legt noch einmal alle Argumente auf den Tisch

Letzte Chance für Ortsumgehung Wetterburg nutzen

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Die Bürgerinitiative für den Bau der Umgehungsstraße Wetterburg im Mai am Eingang zur Twistesee-Halle. 

Bad Arolsen-Wetterburg.  Kurz vor der nächsten und wahrscheinlich entscheidenden Sitzungsrunde der städtischen Gremien meldet sich die Bürgerinitiative „Pro Ortsumgehung Wetterburg“ zu Wort, um ihre Sichtweise darzulegen.

Die Befürworter ärgern sich darüber, dass Kritiker der Straßenpläne in den vergangenen Wochen behauptet haben, dass sich die Umgehung wegen zu geringer Entlastungswirkung nicht lohne. Die Bürgerinitiative verweist jedoch auf die Aussage des Landesbetriebs Hessen Mobil, wonach die Umgehung 6000 Fahrzeuge, darunter 250 Lastwagen aufnehmen werde. Das entspricht zwei Drittel des gesamten Verkehrs.

Dies würde eine erhebliche Entlastung von Lärm, Staub und Dreck insbesondere für die Burgstraße, die Wetterburger Straße (in Wetterburg) und den Wiesenweg bedeuten, so die Befürworter.

Bei der Eröffnung der Hagenstraße 2008 sei von allen Verantwortlichen die Entlastung der Kernstadt von 3000 Fahrzeugen als großer Erfolg gefeiert worden. Deshalb dürfe jetzt nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

Die Umgehung der Kreisstraße K7 durch das Arolser Holz erscheine derzeit nicht umsetzbar. Diese Option bleibe aber für die Zukunft bestehen, wenn die Umgehung durch das Feld gebaut werde, betonen die Sprecher der initiative, Wilhelm Ammenhäuser und Heinz Lösekamm.

Und dies sei auch wichtig für die Kernstadt mit Großer Allee und die Wetterburger Straße in Bad Arolsen. Denn damit könne auch Bad Arolsen massiv entlastet werden. Wenn die Umgehung der Landesstraße L 3080 jetzt nicht beschlossen werde, dürfte auch die Perspektive Arolser Holz passé sein.

Insofern müssten auch die Anwohner der Wetterburger Straße in Bad Arolsen Interesse am Bau der Umgehung der L 3080 haben, so die Sprecher der Bürgerinitiative. Zumal die Wetterburger Straße laut Aussage von Hessen Mobil durch die jetzt diskutierte Variante nicht zusätzlich belastet würde. „Woher sollte der zusätzliche Verkehr auch kommen“, fragen die Sprecher der Bürgerinitiative. Die Besorgnis der Anwohner der Wetterburger Straße sei daher unbegründet.

2008 sei die Hagenstraße eröffnet und damit Wetterburg erheblich mit zusätzlichem Verkehr belastet worden. Nun sei es an der Zeit, Wetterburg etwas zurückzugeben, so die Sprecher der Bürgerinitiative. Es könne nicht sein, dass Wetterburg belastet werde und dann im Regen/Verkehr stehen gelassen werde. Es gehe um die Verlässlichkeit der Politik.

Zur Betroffenheit der Wetterburger Landwirte schreibt die Bürgerinitiative: In den verschiedensten Veröffentlichung wurde der Eindruck erweckt, dass die Wetterburger Landwirte durch die Umgehung quasi in den Ruin getrieben werden. Immer wieder sei dabei der Hof Meier zitiert worden, bei dem nach dem Bau der Ortsumgehung „die Schmerzgrenze“ erreicht sei.

 Hierzu stellt die Bürgerinitiative folgende Berechnung auf: Nach eigenem Bekunden und nach Aussagen von Berufskollegen bewirtschaftet die Familie Meier mindestens 100 Hektar Land. Für die Umgehung würde von Meiers 0,4 Hektar entlang der Bahnlinie benötigt. Das seien weniger als 0,4 Prozent der bewirtschafteten Fläche. Von Existensbedrohung könne daher nicht die Rede sein. 

Außerdem würde die benötigte Fläche finanziell oder durch Landtausch ausgeglichen. Und durch ein Flurbereinigungsverfahren könne auch eine hofnahe Fläche zurück gegeben werden. Die Bürgerinitiative werde durch 411 Unterschriften legitimiert. Im Namen dieser Wetterburger appelliert die Bürgerinitiative an die Stadtverordneten, für eine Ortsumgehung zu stimmen

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