Im Residenzschloss werden ungewöhnliche Kunstwerke ausgestellt

Leuchtende Frühlingsboten

Bad Arolsen - Mit ihren „Bezaubernden Blüten“ bringt Susanna Taras das Arolser Residenzschloss zum Blühen.

Wer schon immer mal sehen wollte, wie überdimensionale Blumen über vertäfelte Wände ranken und pastellfarbene Pompoms das alte Dienstbotenzimmer fluten, kann noch bis zum 30. Juni die Ausstellung im Museum Bad Arolsen besuchen. Auf reges Interesse stieß bereits die Eröffnung im Steinernen Saal, bei der auch die Künstlerin den Besuchern Rede und Antwort stand.

„Bei der Planung ahnten wir nicht, dass nach dem langen Winter die Sehnsucht nach Blumen und Blüten so groß sein würde“, stellte Udo Reuter, Vorsitzender des Museumsvereins, bei seiner Ansprache schmunzelnd fest. „Bezaubernde Blüten“ ranken sich auch über den Einband des Ausstellungskatalogs, der pünktlich zur Eröffnung vorlag. Um das schöne Wetter noch ein wenig mehr hervorzulocken, hatten sich die begleitenden Musiker Martina Sutter, Helmut Schäfer und Mario Carboni bekannter Frühlingsweisen angenommen.

Derart eingestimmt, machten sich die Besucher anschließend auf, um farbenfroh getuftete „Tapeaux“ (Taras´ Kunstwort für ihre Bildteppiche), florale Ornamente und Installationen aus Schwarzblech und Stahl in den altehrwürdigen Räumen zu besichtigen. In einen Dialog mit dem Ort treten die überdimensionalen Blüten übrigens nicht nur über die ebenfalls ausgestellten Pflanzenkunde-Bände aus der Hofbibliothek. Auch die barocken Putti, die sich i in Supraporten und auf Deckengemälden tummeln, dürften manch neidischen Blick auf die leuchtende Pracht werfen.

Von Sandra Simshäuser

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