Erste Earth Hour in Bad Arolsen

Licht ausschalten, bitte!

- Bad Arolsen reiht sich ein in die Earth-Hour-Aktionen weltweit am Samstag ab 20.30 Uhr. Als symbolischer Aufruf zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung werden am Samstag für eine Stunde die Laternen am Mittelweg der Großen Allee ausgehen.

Gea Scheele (15) hat auf der Facebook-Seite des World Wild Fund for Nature die Anregung gefunden und wurde dann von der Mutter dazu ermuntert, Kontakt mit Bürgermeister Jürgen van der Horst aufzunehmen. Der Rathauschef hat nach Prüfung aller Möglichkeiten festgestellt, dass die Stadt am ehesten die Allee-Laternen abschalten könne, ohne die Sicherheit von Passanten in der Dunkelheit zu gefährden. Im Rathaus oder beim Bürgerservice sind die Lichter am Samstagabend ohnehin aus. „Die Earth Hour ist ein symbolischer Akt und soll dazu anregen, Energie zu sparen und den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu verringern“, räumt Gea Scheele ein. Einmal Licht ausschalten reicht nicht aus. Auf der Seite www.earthhour.wwf.de können sich Interessierte registrieren lassen und Informationen zu dem Themenkomplex bekommen. Der WWF empfiehlt auch, einmal das Auto stehen zu lassen, weniger Fleisch zu essen oder regionale Produkte zu bevorzugen. Tausende Städte und viele Privatpersonen werden sich voraussichtlich bei dieser neunten Earth Hour beteiligen, die 2007 in Sydney zum ersten Mal veranstaltet wurde. 2014 waren es bereits 7000 Städte in 162 Ländern. Neben der Golden Gate Bridge in San Francisco wird nun erstmals auch in der Arolser Allee das Licht abgeschaltet. Die Stadt habe mit ihrem Lichtkonzept, bei dem auch auf LED-Lampen gesetzt wird, ein Vorzeigeprojekt umgesetzt und spare Strom und natürlich Geld, was der Konsolidierung des Haushalts zugute komme, sagte van der Horst. Zudem seien bei der Sanierung von Bürgerhaus, Rathaus (Dacherneuerung) sowie Bürger- und Touristikservice und durch die Erneuerung der Heiztechnik in den Hallen eine Menge guter Projekte auch für den Klimaschutz realisiert worden. Immerhin wird der Energieverbrauch zu 20 Prozent durch den Stromkonsum und zu 80 Prozent durch Wärmeerzeugung verursacht, so Stadtrat Dietmar Danapel (Kommission für Energieeffizienz). Immerhin würden nach den Zahlen des Klimakonzeptes in Bad Arolsen bereits 72 Prozent des Strombedarfs von Firmen, kommunalen Einrichtungen und Privatpersonen durch regenerative Energien wie Windkraft, das Biomassekraftwerk oder Photovoltaikanlagen gedeckt. Mit dem Windpark Mengeringhausen seien es 100 Prozent ab 2016. (ah)

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