Erster Rundgang mit Stadtverordnetenausschuss

Lob und Kritik zur Barrierefreiheit in Bad Arolsen

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Plätzetausch: Stadtverordneter Marc van Biene hat in dem Rollstuhl der Parlamentskollegin Alexandra Hasslinger (auf der Bank sitzend) erfahren, wie schwer es ist, auf Kopfsteinpflaster voran zu kommen.

Bad Arolsen. Wie barrierefrei ist Bad Arolsen? Bei einem Rundgang mit zwei Rollstuhlfahrerinnen machte der Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung einen Test.

Rollatorenräder geraten im Kies ins Stocken, taktile Streifen erleichtern Blinden mit dem Führstock den Weg über die Straße, Rampen ermöglichen auch Rollstuhlfahrern den Zugang zu Gebäuden in der Stadt.

Kritische Bilanz

 Eine kritische Bilanz zog der Sprecher der Initiative Barrierefrei Leben in Bad Arolsen (BLiBA), Oberst a. D. Jürgen Damm, zusammen mit  Rollstuhlfahrerinnen bei dem ersten Rundgang des Ausschusses  am Dienstagabend. Das Fazit des Mahners und Streiters für die Belange von Menschen mit Behinderungen: „Wir sind mittendrin bei der Beseitigung von Hindernissen, aber noch nicht am Ende.“ 

Damm räumt jedoch ein: „Ganz barrierefrei wird die Stadt nicht werden, barriereärmer schon.“ Dem Ausschuss gehört seit Beginn der Wahlperiode 2016 die auf den Rollstuhl angewiesene Stadtverordnete Alexandra Hasslinger (SPD) an, die auch in der kreisweiten aktiven Aktion für behinderte Menschen zusammen mit dem Vorsitzenden Damm aktiv ist. 

Test mit Rollstuhl

Dem prüfenden Rundgang quer durch Bad Arolsen hatte sich auch eine Korbacher Rollstuhlfahrerin angeschlossen. Die Ausschussmitglieder und der Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien, Norbert Schmidt, machten deutlich, dass durch die Absenkung von Bordsteinen, durch taktile Streifen für Sehbehinderte, durch Rampen und die Gestaltung von Wegen viel in den vergangenen Jahren erreicht wurde. 

Dennoch gibt es Kopfsteinpflaster auf dem Alten Zimmerplatz, bei dem auch der probeweise in den Rollstuhl gewechselte CDU-Stadtverordnete Marc van Biene nicht so recht vorankam.

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