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Mengeringhäuser Landstraße war wochenlang gesperrt: Loch unter der Fahrbahn

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Von: Elmar Schulten

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Blick auf eine Baustelle mit Straßensperrungen und offenen Kanalschächten. Im Hintergrund der Turm eines Transformatorenhauses.
Ein eingestürzter Kanalschacht im Bereich der Mengeringhäuser Landstraße/Obere Torstraße machte Sanierungsarbeiten nötig. © Elmar Schulten

Auf solche Überraschungen kann man gut verzichten: Als der Energieversorger EWF im Oktober mit der Modernisierung des historischen Transformatoren-Turmes an der Ecke Landstraße/Obere Torstraße begann, stießen die Bauarbeiter sehr bald auf ein großes Loch, einen unerwarteten Durchbruch zum Abwasserkanal.

Bad Arolsen-Mengeringhausen - Die erste Vermutung damals: ein alter, vergessenen Abwasserschacht. Sorge bereitete dessen Lage unmittelbar unter der stark befahrenen Landstraße. Aus Gründen der Verkehrssicherheit ließen die Bad Arolser Kommunalbetriebe (BAK) die Straße sperren.

Inzwischen steht fest: Bei dem vergleichsweise großen Kanalrohr handelt etwas sich um einen schätzungsweise 100 Jahre alten Gewölbekanal aus behauenem Stein, wie BAK-Geschäftsführerin Irene Merkel auf WLZ-Nachfrage schildert.

Bauarbeiten unter Vollsperrung

Das Kanalgewölbe wurde wahrscheinlich schon vor 50 Jahren beim Bau der Wasserleitung beschädigt und ist seitdem stückweise zusammengefallen. Eine Kamerabefahrung lieferte Hinweise darauf, dass sich auch die angeschlossenen Betonrohre in schlechtem Zustand befinden.

In einem ersten Bauabschnitt wurde zunächst unter Vollsperrung der 15 Meter lange Gewölbekanal ausgetauscht. Ein Teilstück der angeschlossenen Betonrohre wurde im Inliner-Verfahren saniert. Kurz vor Weihnachten konnte dann die Vollsperrung aufgehoben werden. Die Kosten für diese ungeplante Notmaßnahme zur Sicherung des Verkehrs auf der Landstraße wird wahrscheinlich mit 155.000 Euro zu Buche schlagen.

Weitere Bauarbeiten geplant

Wenn das Wetter es zulässt, soll dann noch im Januar mit dem Ersatz der übrigen schadhaften Betonrohre begonnen werden. Hierfür ist aber keine Vollsperrung mehr nötig. Es reicht wahrscheinlich, die Fahrbahn halbseitig zu sperren.

Am Ende aller Kanalsanierungsarbeiten wird die Fahrbahn noch einmal abgefräst und eine vier Zentimeter dicke Deckschicht neu aufgetragen.  (Elmar Schulten)

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