Schwerpunkt in Nordhessen wird weiter ausgebaut

Logistikzentrum in Volkmarsen eingeweiht

Volkmarsen - „Willkommen in Volkwagen“, rief der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel mit einem „Versprecher“ den Gästen im neuen Logistikzentrum zu. Volkswagen-Teile sind es schließlich, die dort umgeschlagen werden.

Volkmarsen. „Wir sind hier nachdrücklich willkommen geheißen worden“, unterstrich der Chef der Rudolph Logistik-Gruppe, Dr. Torsten Rudolph, bei der Eröffnung der Feierstunde in dem 50 000 Quadratmeter großen und 20 Millionen Euro teuren Logistikzentrum. Die tags zuvor von der Stadt montierten Begrüßungsschilder seien in einer Zeit, in der Investoren auch geschmäht werden, nicht selbstverständlich. Jedoch äußerte Rudolph auch Verständnis dafür, dass Bürger zunächst Bedenken wegen des großen Komplexes geäußert hätten. Doch der füge sich gut in die Landschaft ein. Das seit 66 Jahren bestehende Logistikunternehmen sei mit Volkswagen gewachsen. Erfreulich sei es, dass der VW-Konzern zu der Region stehe. Die Logistik-Gruppe wolle keine Investitionsruine hinterlassen, sondern gemeinsam mit der Stadt etwas erreichen, bekräftigte Rudolph. „Hier ist alles grandios gelaufen, die Zusammenarbeit war super“, sagte Sönke Kewitz, Geschäftsführer des Investors Ixocon GmbH Hamburg. Sogar den Sicherheitsdienst habe sich das Unternehmen sparen können, weil die Baustelle für viele Volkmarser zu einer Art Wallfahrtsort geworden ist“, bemerkte er schmunzelnd. Nordhessen setze seit 1999 auch auf den Schwerpunkt Logistik, sagte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. Inzwischen sei jeder zehnte Beschäftigte in der Region direkt in der Logistik-Branche oder in damit verbundenen Firmen tätig. Daher sei auch der Ausbau der Autobahnen A 44, 49 und A 4 erforderlich. Als „Motor“ des Logistikzentrums habe Bürgermeister Linnekugel um den Standort gekämpft. „Wir sind nicht wirtschaftsfeindlich, sondern wollen Arbeitsplätze auch für unsere Kindeskinder schaffen!“, rief Lübcke den Repräsentanten der Unternehmen zu. Die Entscheidung sei schwer gewesen, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat mit Blick auf Proteste aus der Bürgerschaft wegen der zunehmenden Verkehrsbelastung durch Lkw. „Die Sache mit der Umgehungsstraße ist uns sehr ernst“, erklärte er im Hinblick auf die im Westen vorgesehene Entlastungsstraße in Richtung Welda und Autobahnanschluss Warburg. Linnekugel betonte, das Logistik-Projekt sei von vielen Schultern getragen worden. Gleichwohl habe es auch viele „aufreibende Stunden“ bis zum ersten Spatenstich vor acht Monaten gegeben. Neben Projektgegnern habe es aber eine große und eindeutige Unterstützung aus der Bürgerschaft gegeben. Volkmarsen erwarte die Ansiedlung weiterer Firmen und setze auf eine vielfältige Ausrichtung. Mit dem Hit „Mamma Mia“ von der schwedischen Popgruppe Abba und anderen flotten Titeln animierte der Chor der Grundschule Villa R in Volkmarsen die Besucher der Feier auch zum Mitklatschen.Und Uwe Kapl von der Firmenleitung des VW-Werks in Baunatal rief den Jungen und Mädchen den Wunsch zu, dass sie auch in diesem Bereich eine Arbeitsstelle finden mögen.

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