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Machbarkeitsstudie für neuen Schlachthof ist in Auftrag

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Von: Elmar Schulten

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Ein Fleischer im weißen Kittel und mit weißer Schütze schiebt Rinderhälften, die an einer Deckenschiene aufgehängt sind.
Im Mengeringhäuser Schlachthof wird seit November nicht mehr geschlachtet. Der Landkreis bemüht sich um den Aufbau einer neuen Schlachtstätte für die regionale Fleischvermarktung. Das Archivfoto stammt aus dem Jahr 2007. © Schulten, Elmar

Nach Einstellung des Schlachtbetriebes am ehemaligen Schlachthof in Mengeringhausen bemühen sich Landwirte, Kommunalpolitiker und Fleischer um ein neues, zukunftsfähiges Konzept, um regionale Schlachtungen wieder zu ermöglichen.

Bad Arolsen-Mengeringhausen – Damit verbunden sind Überlegungen zum Tierwohl und zur Vermarktung von Biofleisch aus dem Waldecker Land. Die Federführung bei diesen Bemühungen hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg übernommen.

Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese hat jetzt alle Beteiligten über den aktuellen Stand der Dinge informiert. In einem Gespräch mit der WLZ-Redaktion bedauerte Frese, dass es wegen bürokratischer Notwendigkeiten einige Wochen Verzögerung gegeben habe.

Gutachten ist jetzt in der Mache

Unter anderem habe sich der Landkreis mit den Regierungspräsidien in Kassel als Veterinäraufsichtsbehörde und Gießen als zuständige Förderstelle sowie mit den Ministerien in Wiesbaden abstimmen müssen, bevor eine Machbarkeitsstudie habe in Auftrag gegeben werden könne.

Inzwischen sei aber ein erfahrener Gutachter in Mittelfranken vom Landkreis mit der Studie beauftragt worden. An den Kosten für das Gutachten, rund 20.000 Euro, beteiligt sich zur Hälfte das Land Hessen.

Auf die Verbraucher kommt es an

Von der Machbarkeitsstudie erhofft sich der Landkreis nach Auskunft des Ersten Kreisbeigeordneten unter anderem eine Einschätzung der beste Größe für einen neuen Schlachthof. Geklärt werden müsse auch, wo der beste Standort für eine solche Einrichtung sei und wie groß die Nachfrage bei Landwirten und Gastronomen sei.

Eine Marktanalyse müsse Auskunft darüber geben, ob Kunden auch bereit seien, mehr Geld für regional erzeugtes und vermarktetes Fleisch zu zahlen. In diesem Zusammenhang müsse auch über die Entwicklung einer eigenen, regionalen Marke nachgedacht werden.

Starkes Interesse schriftlich bekundet

Am Ende aber gehe es auch und vor allem um die Finanzierbarkeit um die Finanzierbarkeit eines neuen Schlachthofes. Diese Fragen würden nun alle in einem Gutachten geklärt, so Frese.

Der Erste Kreisbeigeordnete kündigte an, dass nach Vorliegen dieser Grundlagenermittlung mit allen Beteiligten aus Landwirtschaft, Fleischerhandwerk und Kommunalpolitik weiter beraten werde. Insbesondere aber würden diejenigen Landwirte und Metzger eingebunden, die in Form eines „Letter of Intent“ ihr starkes Interesse an der Sache dokumentiert hätten. (Elmar Schulten)

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