Platz für "Deutschland unteilbar"-Denkmal in Arolsen finden

Magistrat vermittelt in Sachen Mahnmal

Bad Arolsen - In der Diskussion über das umstrittene Mahnmal „Deutschland Uunteilbar“ strebt der Magistrat eine einvernehmliche Lösung mit allen beteiligten Verbänden an, dies wurde gestern in einer Mitteilung betont.

Bad Arolsen. Der Magistrat begrüße es, dass sich die Initiatoren des Protestes gegen das Denkmal „Unteilbares Deutschland“ den Überlegungen der Stadt angeschlossen haben, das Denkmal nicht aus der Stadt zu entfernen, sondern in einen neuen Kontext zu stellen, heißt es in einer gestern verbreiteten Erklärung. Der Magistrat bedauere es jedoch, dass die Initiatoren des Protestes trotz Kenntnis der Überlegungen der Stadt vorzeitig den Weg in die Öffentlichkeit gesucht hätten. Bürgermeister van der Horst: „Das Thema ist seit Jahren sehr emotional besetzt, was ich auch nachvollziehen kann. Die aktuelle Protestaktion ist da wenig hilfreich und wird die notwendige Akzeptanz einer zukunftsfähigen Lösung sicherlich nicht befördern.“ Die Position der Stadt wird in der Erklärung betont: Das Denkmal „Unteilbares Deutschland“ werde als ein zeitgeschichtliches Dokument bewertet, das auch zukünftig seinen Platz in der Stadt finden soll. Dem stehe nicht entgegen, dass wesentliche Aussagen des Denkmals inzwischen differenziert zu betrachten seien. Auf der einen Seite verstehe sich die Stadt Bad Arolsen als weltoffene Stadt, die sich dem europäischen Integrations- und Friedensprozess verpflichtet fühle. Auf der anderen Seite werfe das Denkmal aber auch ein Schlaglicht auf die Historie und den damaligen Zeitgeist. Zudem weist es auf das Schicksal vieler Vertriebener hin, die auch in Arolsen eine neue Heimat gefunden haben.Für den Magistrat ist es wichtig, dass bei den weiteren Überlegungen die damaligen Stifter des Denkmals eingebunden werden. Die Stadt steht bereits in dieser Frage im Kontakt mit dem Kreisverband der Vertriebenen und mit dem Kyffhäuserbund. Eine Gesprächsrunde soll in Kürze zusammenkommen, wie bekräftigt wurde. (r)

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