Jetzt drohen ihr Konsequenzen

Marsberg: 19-Jährige erfindet Vergewaltigung

Marsberg. Eine Frau, die ausgesagt hatte, ein Südländer habe sie in Marsberg vergewaltigt, hat die Tat erfunden. Ihr drohten jetzt schwere Konsequenzen, berichtet die Westfalenpost.

Die 19 Jahre alte Frau, die Ende Oktober bei der Kriminalpolizei angegeben hatte, in Marsberg von einem Mann vergewaltigt worden zu sein, hat die Tat erfunden. „Gegen die Frau wird ein Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat eingeleitet“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel der Westfalenpost.

Die junge Frau hatte im Oktober gegenüber der Polizei angegeben, gegen 1 Uhr in einem kleinen Seitenweg in der Marsberger Innenstadt plötzlich von hinten an der Kapuze nach unten auf den Boden gezogen worden zu sein. Sie habe um Hilfe gerufen und versucht, sich zu wehren. Dennoch sei es zur Vergewaltigung gekommen. 

Als der Täter ein Rascheln im Gebüsch hörte, sei er aufgesprungen und geflüchtet, berichtete sie weiter. Die Frau ging zunächst nach Hause. Auf dem Heimweg sei sie auf ein Pärchen getroffen, welches sie um Hilfe gebeten habe. Sie habe nach einem Handy gefragt, um die Polizei zu informieren, weil bei ihrem der Akku leer gewesen sei. Doch das Pärchen habe sie ignoriert, berichtete die junge Frau.

Jetzt musste die 19-Jährige zugeben, sich den sexuellen Übergriff ausgedacht zu haben. Bei drei Befragungen durch die Polizei habe sie drei unterschiedliche Versionen geschildert. „Auch Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen und Zeugenaussagen haben berechtigte Zweifel aufkommen lassen, dass sich eine solche Tat tatsächlich zugetragen hat“, so Poggel gegenüber der Westfalenpost. Letztendlich habe die Frau zugegeben, dass es keine Vergewaltigung gegeben habe. (lb)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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