Koorperation mit der Kassel School of Medicine

Medizinstudenten sammeln Erfahrungen an der Uni Southampton und am Krankenhaus Bad Arolsen 

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Studierende und Ausbildende der Kassel School of Medicine am Krankenhaus Bad Arolsen: (von links): Chefarzt Walter Knüppel, Tara Peseschkian, Saskia Dressel (Oberärztin), Thibaut Marcato, Hannah Kraft und Dr. Peter Dravoj (Oberarzt).   

Bad Arolsen. Die Versorgung von Patienten im Krankenhaus ist Teamarbeit. Wie sehr es auf die gute Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegekräften und weiteren Therapeuten ankommt, haben gerade drei Studierende im sechsten Semester an der Kassel School of Medicine (KSM) erfahren.

Sie verbrachten acht Wochen zur Ausbildung im Krankenhaus Bad Arolsen, das seit 2015 Lehrklinik der KSM und der Universität Southampton ist.

Tara Peseschkian, Thibaut Marcato und Hannah Kraft erhielten –- ausgehend von der Inneren Medizin – einen Einblick in alle Bereich der Medizin und haben gesehen, „wie wichtig ein richtiges Team ist, das sein Bestes gibt, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.“

Dabei haben die angehenden Ärzte bereits Erfahrung in der Versorgung von Kranken und im Umgang mit Patienten, berichtet Chefarzt Walter Knüppel, Modulleiter Innere Medizin an der KSM. „Wir merken hier schon, dass im englischen Studiengang großer Wert auf den praktischen Anteil der Ausbildung gelegt wird. Die Studierenden haben von Anfang an Patientenkontakt, lernen früh, wie man eine Anamnese aufnimmt und mit den Patienten kommuniziert.“

Das Medizinstudium an der KSM ist zweisprachig - das zweijährige Grundstudium verbringen die Studierenden an der University of Southampton, danach wechseln sie nach Nordhessen. Für die angehenden Ärztinnen und Ärzte bedeutet das eine Bereicherung und Herausforderung zugleich, weiß Knüppel.

Nach zwei Jahren Medizin-Studium in England seien die meisten überrascht, dass sie sich auch in ihrer Muttersprache Deutsch wieder eingewöhnen müssten. Der langjährige Chefarzt empfiehlt Schülerinnen und Schülern mit einer Leidenschaft für Medizin, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn sie keine Top-Abiturnoten erreichten.  

Bei der KSM zählten neben der Note beispielsweise auch soziales Engagement, andere Ausbildungen und Praktika zu den Auswahlkriterien. Seit kurzer Zeit steht das vom Landkreis Waldeck-Frankenberg gewährte Medizin-Stipendium auch für die KSM-Studierenden zur Verfügung.

Hintergrund: Die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) bündelt Kompetenzen in der Region Nordhessen, um eine hochwertige medizinische Versorgung und Pflege anbieten zu können. Zur GNH gehören vier Krankenhäuser, Einrichtungen der ambulanten medizinischen Versorgung und Rehabilitation sowie Seniorenwohnanlagen mit ambulantem Pflegedienst. Die Krankenhäuser der GNH versorgen jährlich an die 73.000 stationäre Patientinnen und Patienten. Mittelpunkt der Krankenhausgruppe ist das Klinikum Kassel als größtes kommunales Krankenhaus Hessens, im Umland stellen die Krankenhäuser in Bad Arolsen, Hofgeismar und Wolfhagen eine wohnortnahe Versorgung sicher. 

Mit über 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 420 Ausbildungsplätzen gehört die GNH zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben der Region. In Kooperation mit der University of Southampton bietet die Kassel School of Medicine (KSM) ein bilinguales Medizinstudium für jährlich rund 30 Studierende an.

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