Ankünfte in Hessen steigen

Mehr Flüchtlinge nach Mengeringhausen

Zwei Männer stehen in einem kargen Raum mit Doppelbetten und Stahl-Spinden. Stühle stehen umgekippt auf dem Tisch.
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Blick in ein noch nicht belegtes Zimmer der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Mengeringhausen im September 2020. Links Bürgermeister Jürgen van der Horst, rechts der für die Einrichtung zuständige Regierungspräsident Gießen, Dr. Christoph Ullrich.

Bundesweit steigende Flüchtlingszahlen führen auch in Hessen zu Engpässen bei Erstaufnahmeeinrichtungen. Deshalb plant das Regierungspräsidium in Gießen unter anderem auch eine Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Mengeringhäuser Hagen.

Bad Arolsen-Mengeringhausen - Nach WLZ-Informationen soll neben den vorhandenen Wohnblocks nun auch Wohncontainer aufgestellt werden. Eine Anfrage beim zuständigen Regierungspräsidium (RP) in Gießen ergab, dass derzeit in hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (EAEH) 5581 Männer und Frauen wohnen, die einen Asylantrag gestellt haben. Davon sind derzeit 307 Personen im Standort Mengeringhausen untergebracht.

Aufgrund der steigenden Zugangszahlen in der Erstaufnahmeeinrichtung sowie der Corona-Pandemie sei es notwendig gewesen, die bestehenden Kapazitäten der EAEH zu erhöhen. „Neben der Anmietung von fünf Jugendherbergen in Hessen wurden bereits im April und Juli 2021 die Kapazitäten im Standort Gießen durch fünf Unterkünfte in Leichtbauweise erweitert und der Standort Darmstadt reaktiviert“, heißt es in einer Stellungnahme des RP Gießen.

Höchstgrenzen vertraglich vereinbart

Ein weiterer Kapazitätsausbau auch außerhalb Gießens sei in Planung. Dazu gehöre auch die Prüfung zur Errichtung einer Unterkunft in Leichtbauweise im Standort Bad Arolsen unter Einhaltung der vertraglichen und politischen Zusagen unter anderem auch zur Höhe der Belegung.

Nach dem geltenden Vertrag aus dem Jahr 2016 können in der EAEH in Mengeringhausen maximal 528 Flüchtlinge untergebracht werden. Aufgrund der Corona-Situation und der geltenden Abstands-Regeln wurde im September 2020 auf eine Vollbelegung verzichtet. Zunächst waren hier nur rund 270 Personen untergebracht. Aktuell offenbar 307.

Wohncontainer geplant

Die jetzt geplanten Wohncontainer sollen bis zu 90 Menschen Wohnraum bieten, aufgrund der immer noch anhaltenden Pandemie-Bedingungen werden aber am Ende wohl nur 60 bis 70 weitere Flüchtlinge hier vorübergehend Platz finden. (Elmar Schulten)

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