Stadtverordnetenversammlung Diemelstadt beschließt Bauprogramm für U3-Kinder

Mehr Plätze in Kindergärten

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Der Kindergarten Wrexen erhält für eine U3-Gruppe weitere Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus.

Diemelstadt - Die Stadtverordnetenversammlung hat die Erweiterung beziehungsweise den Umbau der Kindergärten in Rhoden und Wrexen für die Betreuung von unter dreijährigen Kindern beschlossen.

Rund 400 000 Euro müssen allein für bauliche Maßnahmen bereitgestellt werden. In beiden Kindertagesstätten entstehen zudem pro Jahr zusätzliche Personalkosten von jeweils 79 000 Euro. Damit soll der Bedarf für die Betreuung von Kleinkindern gedeckt und Diemelstadt attraktiver für junge Familien gemacht werden. Während nämlich die Einwohnerzahl in der Großgemeinde gesunken sei, hätten die Betriebe in Diemelstadt mehr Arbeitsplätze geschaffen, wie Stadtverordneter Wilhelm Dietzel berichtete. Mit diesem zusätzlichen Kindergartenangebot würden auch die beiden Schulstandorte unterstützt, meinte er.

Intensive Beratungen mit überraschenden Wendungen gingen dem Beschluss am Montagabend voraus: „Wir bringen 400 000 Euro ins Rollen, beim Rhoder Viehmarkt hat das noch niemand geahnt“, stellte Bürgermeister Elmar Schröder fest. Eine in der vorigen Woche in der Kommission für ein familienfreundliches Diemelstadt vorgestellte Machbarkeitstudie des Architekturbüros Müntinga und Puy (wir berichteten) brachte schließlich Klarheit.

In Rhoden soll an den bestehenden Kindergarten eine neue Krippengruppe angebaut werden. Von den 230 400 Euro Gesamtkosten, die Architektin Eva Müntinga veranschlagt, sollen 191 000 Euro durch Fördermittel getragen werden. Der Eigenanteil der Stadt wird mit 40 000 Euro beziffert. In Wrexen kostet der Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses, in dem sich bereits ein Trakt für den Kindergarten befindet, voraussichtlich 174 000 Euro. Über die Fördersumme muss noch verhandelt werden. Sie wird aber bereits mit voraussichtlich 119 000 Euro beziffert, der Eigenanteil mit 54000 Euro. Gebaut werden dürfte schon in diesem Jahr.

„Eine gute Lösung“, sagte Markus Budde (SPD) und fügte hinzu, dass die Feuerwehr ihre Wünsche für das DGH Wrexen zunächst nur zurückgestellt habe. Der Ausbau in Wrexen wirke sich positiv auf den Gebäudebestand aus, erwähnte Jürgen Pawelzig einen weiteren Aspekt.

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