Kohlgrunder Landwirte bauen ihre Altanlage ab und neues Windrad auf

Mehr Power mit neuer Turbine

Die Dahlewind GbR hat die 18 Jahre alte Windkraftanlage bei Kohlgrund stillgelegt und daneben durch die Dahlewind2 GmbH und Co. KG eine neue, leistungsstärkere Anlage aufstellen lassen. Die Daten der neuen enercon-Anlage: 108 Meter hoch, 82 Meter Rotordurchmesser, 2,3 Megawatt elektrische Leistung. Unser Foto zeigt das Aufziehen der Rotornabe. Die Perspektive täuscht: der Turm der Altanlage links ist deutlich niedriger als der der neuen Anlage. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen-Kohlgrund - Nach 18 Jahren ist die erste Windkraftanlage der Dahlewind GbR über Kohlgrund außer Betrieb genommen worden um nun durch eine neue, erheblich leistungsfähigere Anlage ersetzt zu werden.

„Repowering“ heißt diese neue Strategie im Rahmen der Energiewende. Sie zwingt die invetoren dazu, weniger effiziente Altanlagen vom Netz und aus der Landschaft zu nehmen. Dadurch wird die Windausbeute insgesamt größer und die Belastung für die Umwelt wird begrenzt.

Rechnung ist aufgegangen

Aus Sicht der drei Dahlewind-Investoren, Heinrich Wilhelmi aus Gembeck sowie Eckhard Funke und Volker Schmidt aus Kohlgrund, hat sich die erste Anlage bezahlt gemacht. Ihre Rechnung von damals ist aufgegangen. Nun hoffen sie, dass die neue, noch größere Investition am Ende auch rentabel ist. Sicher ist das nicht, schließlich weiß heute niemand, was eine neue Bundesregierung nach der Wahl im September für Weichen stellt.

Doch die Investoren sind optimistisch, dass die Einspeisevergütung fair bleibt. Für das Repowering jedenfalls gab es einen Bonus. Der erleichtert die Entscheidung.

Die neue Enercon-Anlage ist deutlich höher als ihr Vorgängermodell, auch das Foto aus Gründen der Perspektive anderes vermuten lässt. Das neue Windkraftwerk misst 108 Meter Nabenhöhe und einen Rotordurchmesser von 82 Metern. Die Turbine mit eienr Nennleistung von 2,3 Megawatt verspricht eine Energieausbeute, die um das sechsfache höher ist als bei der Altanlage. Die wird nun abgebaut und recycelt.

Wegen der höheren Leistung ist nun auch eine neue Anschlussleitung nötig. Das Kabel zur 20-Kilovolt-Leitung des Waldecker Energieversorgers EWF reicht für die neuen Stromlasten nicht mehr aus. Deshalb muss nun eine neue Leitung zum rund 1000 Meter entfernt liegenen Anschlusspunkt an die 30-Kilovolt-Leitung des westfälischen Westnetzes verlegt werden.

Wenn alles wie geplant verläuft, kann die neue Anlage Mitte bis Ende August in Betrieb genommen werden.

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