Nach Unfall Konzept für mehr Verkehrssicherheit

Mehr Sicht und Licht am Bahnhof  Bad Arolsen 

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Die alte Ansicht verdeutlicht, wie an der Einfahrt zum Bahnhof Bad Arolsen die Sicht auf den Platz behindert wurde. Die Plakatwand wurde inzwischen entfernt. Als nächstes werden Bäume gefällt.

In Bad Arolsen soll es, nach einem Unfall, ein Konzept für mehr Verkehrssicherheit mit mehr Sicht und Licht am Bahnhof geben.

Nach dem tragischen Unfall, bei dem vor einem Jahr am Bahnhof Bad Arolsen ein Schulmädchen ums Leben kam, wurde über eine Verbesserung der Verkehrssicherheit diskutiert. Erste Maßnahmen wurden verwirklicht.

Inzwischen ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen durch den Verkehrsbeirat in Beratungen unter anderem mit der Deutschen Bahn und Hessen Mobil erörtert und zum Teil realisiert worden. So wurde als erstes eine große Plakatwand entfernt, die den Blick von der Marsberger Straße auf die Einmündung des Bahnhofsplatzes einschränkte.

Bäume werden gefällt

Als nächste Maßnahme werden in den nächsten Wochen zwei hohe Bäume gefällt, die ebenfalls die Sicht behindern. Das erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Einmündungsbereich des Bahnhofsplatzes, der durch eine gepflasterte Rinne von der Marsberger Straße abgetrennt ist, werden nach Auskunft des Rathauschefs zusätzlich weiße Markierungen aufgebracht werden. Schraffierte Fläche soll das Abstellen von Fahrzeugen an der Zufahrt verhindern.

Beleuchtung verbessern

Verbessert werde die Beleuchtung an der Zufahrt und auf dem gesamten Vorplatz. Schließlich sind dort an Taxen-Ständen, Bushaltestelle und im Wendebereich für Busse sowie am Parkplatz für Personenwagen sowohl Fahrzeuge als auch Fußgänger unterwegs. Nicht zuletzt nutzen viele Schüler dort Bahn und Busse.

Außerdem geplant sind Fußgängerampeln im Bereich der Marsberger Straße. Die Verkehrssituation in diesem Bereich sei sehr kompliziert, sodass eine passende technische Lösung Zeit brauche. Immerhin müssen die Fahrzeugbewegungen an den Bahnübergängen Marsberger und Korbacher Straße sowie an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße möglichst synchron durch Lichtzeichenanlagen geregelt werden.

Prozess

In einem Prozess am Dienstag vor dem Amtsgericht in Korbach war der Busfahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Auf Freispruch hatten Staatsanwalt und Verteidiger plädiert. Es war ein tragischer Unfall, sagte die Richterin.   ah

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