MGV Concordia Rhoden feiert 170-jähriges Bestehen

Melodienreigen zum Jubiläum

Diemelstadt-Rhoden - In frühlingshafter Frische machten die Chöre beim Jubiläumssingen des 170 Jahre alten MGV Concordia Rhoden von sich hören. Die Sängerinnen und Sänger ließen vom gern gehörten Volkslied bis hin zum Pop-Titel ein Potpourri erklingen.

„Es freut mich, dass die Stadthalle so gefüllt ist“, freute sich Vorsitzender Bernd Lotze, der mit seinen Sangesbrüdern noch zusätzlich zu den 300 Plätzen Tische und Stühle stellen musste, um alle Sangesfreunde angemessen unterbringen zu können. Zuversichtlich äußerte er sich auch zu der weiteren Entwicklung des Chores, der mit durchschnittlich 25 Sängern zu den wöchentlichen Proben unter der Leitung von Daniela Sauerland zusammenkommt. „Die Freude am Singen und die Geselligkeit verbinden uns“, sagte der Vorsitzende. Und er schätzt, dass die Concordia um weitere Aktive und fördernde Mitglieder verstärkt werden wird. Viele Sänger haben ein Leben lang der Concordia die Treue gehalten, stellte Lotze fest und hieß zu der Jubiläumsfeier auch den Ehrenchorleiter Fritz Flamme willkommen, der über Jahrzehnte den Taktstock geschwungen hat. Der älteste Verein in Rhoden leitet sein Gründungsdatum aus einem Schreiben von 1845 ab, in dem um Aufnahme des im Vorjahr gegründeten Rhoder Chores gebeten wird. „Gesang, Frohsinn und Sittlichkeit“ seien, so die Verfasser, Leitgedanken des Vereins. „Mit Singen begeistern“ sei der Leitgedanke des 175 Jahre alten Mitteldeutschen Sängerbundes, so der Rhoder Bezirksvorsitzende und Geschäftsführer des MSB, Hans-Joachim Zwickirsch (Hörle). Wie im Sängerbezirk mit seinen acht Chören und fünf Dirigenten gehe die Zahl der Chormitglieder in allen Verbänden zurück und damit auch die Einnahmen, bedauerte er. Ein Patentrezept für die Werbung neuer Aktiver gebe es nicht, mit Schwarzmalen werde die Situation aber auch nicht verbessert, mahnte Zwickirsch. Freude am Singen haben diese Aktiven schon seit Jahrzehnten: Für 60-jährige Treue zum Chorgesang wurden Fritz Lamotte (Gesangverein Wrexen) und Heinrich Nolte (MGV Rhoden) von Zwickirsch mit goldener Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Chorverbandes geehrt. Für 40-jährige Mitgliedschaft im Wrexer Chor bekam Siegfried Wetekam die silberne Ehrennadel und die Urkunde des Mitteldeutschen Sängerbundes. 25 Jahre singt Rita Höhle im Gesangverein Wrexen. Sie bekam dafür die silberne Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes.  Erster Stadtrat Dieter Oderwald freute sich, dass jüngere Sänger den Chor in Rhoden stärkten. Vom Sängerkreis Wolfhagen überbrachte dessen neugewählter Vorsitzender Uwe Thielemann (MGV Ehringen) die Grüße und die Anregung, zur Bereicherung des Repertoires in Zukunft gegenseitig Chöre aus den anderen Sängerbünden zu Konzerten einzuladen. Die Ehringer jedenfalls erfreuten unter der Leitung von Kerstin Schmidt unter anderem mit dem Hit „Über sieben Brücken musst du gehen“ und brachten das Publikum mit dem Schlager „Dat Wasser vun Kölle“ von den Bläck Föös zum Schmunzeln.Eindrucksvolle musikalische Visitenkarten gaben der MGV Vaterland Hesperinghausen unter der neuen Leitung von Oksana Kilian, der Gesangverein Wrexen mit der für den erkrankten Josef König kurzfristig eingesprungenen Dirigentin Karin Sporck, der Quartettverein Wethen (Markus Kleinhellefort), der gemischte Chor Helmighausen (Daniela Sauerland), der MGV und der Frauenchor Schmillinghausen (Arno Nolte) sowie der gemischte Chor Hörle ab, dessen Dirigent Arno Nolte als Solist viel Beifall bekam. Nicht zuletzt heimste die gastgebende Concordia unter der Leitung von Daniela Sauerland mit einem bunten Strauß an Melodien viel Applaus ein. Gemeinsam singen macht noch mehr Freude: Daher stimmten alle Chöre und Besucher zum Abschluss „Mein Waldeck“ an.

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