Frank Drössler züchtet seit 20 Jahren in Mengeringhausen

Mengeringhäuser gilt als Pionier der Dorperschafzucht in Deutschland

Ein Züchterpaar präsentiert stolz ein Dorperschaf mit weißem Körper und schwarzem Kopf.
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Begeistert von Dorper-Schafen: Der Züchter Frank Drössler aus Mengeringhausen zusammen mit Silvia Rambow an dem 1A-Siegerschaf, prämiert bei einer Auktion im August 2020 in Krefeld.

Wer sich in Deutschland für die Schafrasse Dorper interessiert, stößt früher oder später auf den Namen Frank Drössler. Seit nun mehr 20 Jahren züchtet der Mengeringhäuser die interessante Schafrasse aus Südafrika.

Bad Arolsen-Mengeringhausen - Schon als kleiner Junge interessierte sich der heute Fünfzigjährige für die Schafhaltung und verbrachte viel Zeit mit Besuchen beim ortsansässigen Hüteschäfer Fingerhut, den er gerne begleitete. 1996 begann er dann eine eigene Schafhaltung auf dem ehemaligen elterlichen Milchviehbetrieb, den er später übernahm.

Damals waren es noch Tiere der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf, wie er sie beim örtlichen Schäfermeister kennengelernt hatte. Sein erster Kontakt zu den Dorperschafen entstand durch die Lektüre eines Fachartikels in der Zeitschrift Schafzucht, in dem Prof. Dr. W. Holtz 1998 die Vorzüge dieser in Deutschland bis dahin noch weitgehend unbekannten südafrikanischen Schafrasse beschrieb.

Als Herdbuch-Zuchtbetrieb eingetragen

Drössler war augenblicklich fasziniert von dieser attraktiven Fleischschafrasse bei der man auf das Scheren verzichten können sollte. Es dauerte dann noch etwa eineinhalb Jahre, bis er im Jahr 2000 weitere Informationen gesammelt, Kontakte geknüpft und einen der wenigen deutschen Herdbuchböcke der Rasse Dorper aus der Zucht Kraft in Baden-Württemberg erstehen konnte.

2001 meldete Drössler dann den ersten Dorper-Herdbuchzuchtbetrieb im Zuchtbuch des Hessischen Verbandes für Schafzucht und -haltung an.

Schon viele Auszeichnungen erhalten

Von Beginn an suchte Drössler den Kontakt zu Gleichgesinnten und wurde 2005 Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft der Dorperzüchter, IG-Dorperschafe. In der Nachfolgeorganisation Dorperschafe Deutschland, www.dorperschafe-deutschland.de, ist er inzwischen Vorstandsmitglied und 2. Vorsitzender. Seit vielen Jahren unterhält Drössler eine eigene Homepage für seine Dorperzucht unter: www.dorperschafe.de

Anlässlich seines 20-jährigen Dorperzuchtjubiläums traf sich die Elite der Deutschen Dorperzucht zum zweiten Mal bei ihm in Mengringhausen zum Jahrestreffen, diesmal unter Wahrung der Corona-Regeln. Auch die Verbindungen zum Kreis Schäfervein Waldeck-Frankenberg liegen ihm am Herzen. Seit 2018 genießt der nordhessische Dorperschaf-Züchter nun auch die tatkräftige Unterstützung durch seine Lebensgefährtin, Silvia Rambow, die mit ihm das große Interesse an den Dorperschafen teilt.

Europaweite Exporte

Die Qualität der Dorperschafe aus Mengringhausen ist weit über die Landes- und Bundegrenzen hinaus bekannt. So konnte Drössler wiederholt Tiere nach Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, Spanien, Ungarn und Tschechien exportieren.

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