Bad Arolsen

Mengeringhäuser Heizkraftwerk unter Volldampf

- Bad Arolsen (-es-). Das Holzheizkraftwerk als 20-Millionen-Euro-Projekt eines Anlagefonds der BayernLB ist jetzt an Netz gegangen. Nach dem ohrenbetäubenden Ausblasen der Rohre im Sommer ist nun der Probebetrieb beendet.

Die Anlage zur Wärme- und Stromerzeugung ist nun dauerhaft in Betrieb und gibt elektrischen Strom in das Netz ab. Die volle Wirtschaftlichkeit der Anlage kann aber erst erreicht werden, wenn auch die bei der Holzverbrennung anfallende Wärme im großen Stile genutzt werden kann. Das Energieeinspeisegesetz sieht nämlich höhere Einspeisevergütungen für den elektrischen Strom vor, wenn auch die Abwärme genutzt wird. Die stadteigenen Betriebe haben bereits vor Monaten gepürft, ob eine Fernwärmeleitung zu wirtschaftlichen bedigungen von der Kaserne bis in die Stadt und zum Großabnehmer „Arobella-Bad“ gebaut werden kann. Das scheint auch deshalb keine erfolgversprechende Lösung zu sein, weil die Stadt bereits seit Jahren eine mit Holz betriebene Heizkraftanlage am „Arobella-Bad“ betreibt. So wird derzeit nach weiteren Lösungen zur Nutzung der Abwärme gesucht. Fest eingeplant ist die Nutzung der Kraftwerkswärme zur Beheizung der vorhandenen Kasernengebäude. Da diese Gebäude jedoch durch Abriss ständig weniger werden, müssen weitere Lösungen her. Für die Anlieger dürfte vor allem die Nachricht interessant sein, dass der jetzt begonnene Dauerbetrieb ununterbrochen fortgeführt werden soll. Weitere Lärmbelästigungen wie im vergangenen Sommer sind also nicht zu befürchten. Das Holzheizkraftwerk wird mit holzigen Fragmenten, also Restholz und Wurzelstücken aus der Waldbewirtschaftung betrieben. Die Holzreste werden verbrannt, erzeugen Wasserdampf und treiben so eine Turbine an, die Strom produziert und ins Netz einspeist.Der Bayernfonds „BestEnergy 1“ GmbH & Co. ist Eigentümer des Biomassekraftwerkes mit einer Fernwärmeleistung von zehn Megawatt und einer elektrischen Leistung von 5,57 MW.

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