Pfarrer-Ehepaar Jahnke begleitet seit 25 Jahren die Mengeringhäuser

500 beim Schnadezug: Mengeringhäuser Schützen rüsten sich für das Freischießen 2021 

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Das Pfarrerehepaar Maren und Uwe Jahnke wirkt seit 25 Jahren in Mengeringhausen. Daran wurde beim Schnadezug erinnert. Von links Schützenkönig Norbert Wirtz, Markus Köhler alias Graf Heinrich der Eiserne, Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, Uwe und Maren Jahnke, Schützenvorsitzender Wilhelm Müller.

Bad Arolsen-Mengeringhausen. Ihren Schnadezug am Himmelfahrtstag haben die Mengeringhäuser Schützen dazu genutzt, ihre Gemarkung an die Grenze mit Massenhausen und Gembeck abzuschreiten.

Die Rast am Freizeitgelände am Weißen Stein nutzten die 500 wandernden Schützen dazu, all diejenigen Schützenbrüder auszuzeichnen, die ihren 70.Geburtstag seit dem letzten Schnadezug feiern konnten und mehr als 25 Jahre Mitglied der Historischen Schützengesellschaft sind.

Außerdem wurde der Wanderpokal an die Sieger des Pokalschießens übergeben, diesmal mit 1276 Ringen die Neustädter Männer, dicht gefolgt von den Armbrustschützen (1268 Ringe) und Musketieren (1257 Ringe). 

Beim Abmarsch der Schnadegänger in Mengeringhausen nutzte Wilhelm Müller als Vorsitzender der St. Sebastiani Schützengesellschaft die Gelegenheit, auf ein besonderes Jubiläum hinzuweisen: Das Pfarrer-Ehepaar Maren und Uwe Jahnke wirkt seit 25 Jahren in Mengeringhausen.

Schützenbrüder, die seit 25 Jahren der Schützengesellschaft Mengeringhausen angehören und im vergangenen Jah das 70. Lebensjahr erreichten, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

In dieser Zeit hätten die Jahnkes die Gemeinde der St.-Georg-Kirche mit hervorragenden Gottesdienstes bereichert und stets einfühlsame Worte bei Trauerfällen gefunden. Die Schützengesellschaft sei dem Pfarrer-Ehepaar zu besonderem Dank verpflichtet, weil die Festgottesdienstes zu den alle sieben Jahre stattfindenden Freischießen stets "von großer Qualität" gewesen seien.

Zu den Klängen des Fanfarenzuges und unter dem Geläut der Kirchenglocken machten sich die rund 500 Schnadegänger auf den rund elf Kilometer langen Weg entlang der Gemarkungsgrenzen zu Massenhausen und Gembeck. Unterwegs erläuterte Erich Müller als Schnadekundiger die historischen Zusammenhänge entlang der rund 30 Grenzsteine.

Am ersten Stein wurden die Mengeringhäuser vom Gembecker Ortsvorsteher Frank Meerhof und einer Abordnung aus Massenhausen in Empfang genommen. Mit dabei war Bürgermeister Jürgen van der Horst. Weiter ging es auf dem alten Vasbecker Weg in Richtung Eselspfad. Unterwegs wurde auch der höchste Punkt der Mengeringhäuser Gemarkung passiert, eine 426 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Anhöhe.

Die Sieger des Pokalschießens der Schützengesellschaft Mengeringhausen wurden mit einem dicken Pokal belohnt.

Für die Mengeringhäuser Schützenbrüder war der Schnadezug am Himmelfahrtstag der vorletzte vor dem Freischießen 2021. Ende 2020 werden die Mengeringhäuser Schützen bei ihrer großen Mitgliederversammlung die Weichen für das besondere Heimatfest stellen.

Doch schon jetzt formieren sich die historischen Gruppen neu und nehmen neue Mitglieder auf. Der Termin für das  nächste Freischießen steht übrigens längst fest. Es wird gefeiert vom  7. bis 12.Juli 2021.

Auf elf Grenzsteinen wurden Schützenbrüder gestutzt. Jugendliche stießen in der nähe eines Grenzsteins auf einen vergessenen, lange Zeit verschütteten alten Grenzstein, der nun neu in die Liste der Gemarkungsmarkierungen aufgenommen wird.

Nach der Rast am Freizeitgelände Weißer Stein mit Blasmusik vom Musikverein Mengeringhausen und Verpflegung der Lanzengarde ging es zurück zum Marktplatz, wo Graf Heinrich der Eiserne alias Markus Köhler die Schützenbrüder mit einer Ansprache verabschiedete.

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