In der Diskussion um die Verkehrssicherheit richtet sich der Blick auf die Ökologie

Mengeringhäuser Teiche ein grüner Pflanzenteppich

Teichanlage an der alten Apotheke in Mengeringhausen. Gudrun Engelhard sorgt sich um den Teich, der zu verlanden droht, weil der Zufluss frischen Wassers fehlt.
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Teichanlage an der alten Apotheke in Mengeringhausen. Gudrun Engelhard sorgt sich um den Teich, der zu verlanden droht, weil der Zufluss frischen Wassers fehlt.

Zwölf öffentlich zugängliche Teichanlagen gibt es im Stadtgebiet von Bad Arolsen, sechs davon im Bereich der ehemaligen Stadt Mengeringhausen.

Mengeringhausen - Nach dem Urteil gegen den Bürgermeister von Neukirchen wegen Vernachlässigung der gemeindlichen Verkehrssicherungspflicht werden nun auch in Bad Arolsen sämtliche Gefahrenstellen amtlich überprüft. So ist auch der Ortsbeirat von Mengeringhausen aufgerufen, sich Gedanken über die Absicherung der Angelteiche am Weißen Stein, der beiden Teiche an der Apotheke und des Teiches im Stadtpark zu machen.

Bei den Beratungen am Montagabend bekam zudem die Anwohnerin Gudrun Engelhard Gelegenheit, ihre Gedanken zur Entwicklung der beiden Teiche an der Apotheke zu äußern. Früher sei es eine Ehre für jedes Mengeringhäuser Kind gewesen, einmal in den Teich gefallen zu sein. Damals aber sei das Wasser noch klar gewesen und die Umrandung sei so gebaut gewesen, dass man sich habe selber befreien können.

Wasserzulauf scheint gestört zu sein

Inzwischen seien die Teiche, die einst Teile der mittelalterlichen Wehranlage waren, verschlammt und voller Wasserpflanzen. Die Mauern seien so hoch, dass sich niemand selber befreien könne. Nur mit Mühe sei es ihr vor Jahren gelungen, ein Mädchen zu retten, das in den Teich gefallen war.

Konkrete Vorschläge zur Absicherung der Teiche konnten auch die Mitglieder im Ortsbeirat nicht machen. Sie verwiesen auf die Experten im Rathaus.

Gleichzeitig wurde aber angeregt, den Wasserzufluss zu den Teichen zu verbessern, offenbar sei der Bachlauf in den vergangenen Jahren verlandet. Halbschalenrohre seien gebrochen, so Ortsvorsteher Klaus Künstel nach einer Begehung. Auch hierfür könne ein Teil des Ortsteilbudgets eingesetzt werden.  

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