Aktionen und Informationsstand

Mensch statt Profit bei Fair Trade-Woche Bad Arolsen im Mittelpunkt

Die Eine-Welt-Gruppe und der Steuerungskreis für fairen Handel beteiligen sich in Bad Arolsen an der bundesweiten Fairen Woche.
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Die Eine-Welt-Gruppe und der Steuerungskreis für fairen Handel beteiligen sich in Bad Arolsen an der bundesweiten Fairen Woche.

Das Motto lautet „Fair statt mehr“: mit Aktionstagen zum fairen Handel ist die Eine-Welt-Gruppe einmal mehr in Bad Arolsen präsent.

Bad Arolsen – Mit Ständen und Aktionen beteiligen sich Mitglieder der Gruppe und des Fair Trade-Steuerkreises der in diesem Jahr erneut als Fair Trade Stadt zertifizierten Kommune an der bundesweit veranstalteten Fairen Woche vom 11. bis 25. September.

Im Mittelpunkt steht die Frage, was ein gutes Leben ausmacht. So nutzten Besucher am Info-Stand auf dem Zimmerplatz die Möglichkeit, fair gehandelte Produkte kennenzulernen, Schokolade zu verkosten, selbst gemachte Energiekugeln zu probieren und an einem Quiz teilzunehmen.

„Der faire Handel stellt den Menschen in den Mittelpunkt, nicht den Profit“, sagt Vorsitzende Barbara Linder. Seit fünfzig Jahren sorge der faire Handel mit höheren Erlösen für die Produzierenden sowie verlässlichen Handelsbeziehungen dafür, dass auch die Menschen am Anfang der Liederketten ein gutes Leben haben können.

Über das Projekt Women’s Foundation unterstützt die Eine-Welt-Gruppe zudem ein Frauenhaus in Kathmandu. Die dort hergestellten Schals werden wiederum in Bad Arolsen zum Kauf angeboten.

Mit einem weiteren Aktionsstand wird die Gruppe am Samstag, 19. September, auf 10 Uhr auf dem Kirchplatz vertreten sein. Während der fairen Woche erwartet auch die heimischen Schulen im Rahmen mehrerer konsumorientierter Stadtrundgänge ein besonderes Angebot.

Die faire Woche findet in diesem Jahr zum 19. Mal statt. Bundesweit rechnen die Veranstalter von dem Forum Fairer Handel trotz der Corona-Pandemie mit mehr als 1000 Aktionen und Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet.

Ein Austausch über Konsumgewohnheiten ohne moralischen Zeigefinger, geht das überhaupt? Mit einem konsumkritischen Rundgang für Schüler wird an der Christian-Rauch-Schule genau das erprobt. Den Anfang im Rahmen der Fairen Woche machte ein Geschichtskurs der Jahrgangsstufe 11 von Nicole Wachsmuth, weitere Klassen sollen folgen.

„Wir wollen uns darüber austauschen, wie wir eine friedliche Welt für alle schaffen können“, gaben die Referenten Nora Dollichon und Holger Klein den Kurs für den Stadtrundgang vor.

Dieser orientiere sich an der Alltagswelt der Schüler, erklärte Nora Dollichon. Gemeinsam gehe man auf globales Konsumverhalten und den Verbrauch von Ressourcen mitsamt der historischen Zusammenhänge bis zurück zur Kolonialzeit und darüber hinaus ein.

Die Eine-Welt-Gruppe gab den Anstoß zu dem Projekt, das maßgeblich über Engagement Global gefördert wird. Auch der Steuerkreis der Fair-Trade-Stadt Bad Arolsen ist mit im Boot. Sprecherin Beatrix Broeker erwartet, dass die Gymnasiasten intensiver mit Ländern des Südens sowie nachhaltigem Verhalten vertraut gemacht werden.

Nicht zuletzt erhoffen sich die Initiatoren, möglichst viele der jugendlichen Teilnehmer zu motivieren, sich in diesem Bereich selbst noch stärker einzubringen. (Von Sandra Simshäuser)

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