Forderungen aus Diemelstadt zum Theam Windkraftanlagen

Mindestens 1000 Meter Abstand halten

Diemelstadt - Der Diemelstädter Magistrat hat aktuell beschlossen, bei der baurechtlichen Prüfung von Windkraftstandorten in jedem Fall den möglichen Schattenwurf vorausberechnen und das Erscheinungsbild in der Landschaft maßstabsgrecht darstellen zu lassen, zudem wird auf die Einhaltung des in Hessen üblichen Mindestabstandes von 
1000 Metern gedrängt.

Diemelstadt/Marsberg. Auf Marsberger Seite wird momentan ein Abstand von 800 Metern anvisiert. In Diemelstadt machen sich die Kommunalpolitiker auf eine Welle des Protestes gegen Windkraftanlagen gefasst. Eine Bürgerinitiative hat sich bereits in Rhoden gebildet, die gegen Pläne für die Verwertung des Waldes auf der Hude als Windkraftstandort wendet. Derweil hat die Stadt baurechtlich den Status der Nutzung von Wohnhäusern an der Hude prüfen lassen. Neu ist eine BI in Hesperinghausen, die bereits 210 Unterschriften gegen den Bau von etwa einem Dutzend Wind-
kraftanlagen in der Feldge-
markung von Erlinghausen direkt an der Landesgrenze und der Gemeindegrenze zu Diemelstadt gesammelt hat (wir berichteten bereits ausführlich). 
Pikanterweise hat die Stadt Marsberg die Option der ebenso gut geeigneten Flächen südwestlich von Erlinghausen in den Bereichen Leitmar und Heddinghausen mit der Begründung verworfen, den Bürgern dort sollten Lärm und Schattenwurf nicht zugemutet werden.Sowohl die Stadt Marsberg als auch Diemelstadt ständen erst am Anfang der planungsrechtlichen Vorbereitungen für Windvorrangflächen, sagten Bürgermeister Elmar Schröder 
und der Landschaftsplaner 
Detlef Schmidt (Grebenstein) 
in der Stadtverordnetensitzung – auch im Hinblick auf die zahlreichen Zuhörer aus Rhoden und dem Roten Land. Im kommenden Jahr soll der fertige Regionalplan für Nordhessen vorliegen, der dann die vom RP empfohlenen Vorrangflächen für Diemelstadt enthält. (ah)

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