Bad Arolsen

Ministerpräsident bei KHS eingeschaltet

- Bad Arolsen (-ah-/r). Ministerpräsident Roland Koch ist in die Bemühungen um den Erhalt des KHS-Standortes Bad Arolsen eingeschaltet worden. Im vergangenen Monat hatte der Konzern unter anderem die Schließung in Arolsen zum Jahresende 2010 angekündigt. Knapp 70 Arbeitsplätze wären dann weg.

Bad Arolsen. In einer Kundgebung hatte die Belegschaft, unterstützt von der IG Metall, am 13. Juli gegen die Schließung protestiert und auf das am Standort Arolsen vorhandene Know-how sowie die Flexibilität der Beschäftigten bei vorangegangenen Umstrukturierungsmaßnahmen der als „Vorzeigebetrieb“ innerhalb des Konzerns bezeichneten Firma verwiesen. Weltweit wurden Schrumpftunnel und Verpackungsmaschinen aus Arolsen verkauft.

Alle Beteiligten halten sich momentan mit Stellungnahmen zurück. Gleichwohl ist viel Bewegung im Hintergrund. In einer Stellungnahme tritt der Magistrat an die Öffentlichkeit: „Der Magistrat der Stadt Bad Arolsen bemüht sich gemeinsam mit dem Vorstand von KHS und dem Betriebsrat um eine Lösung für den Standort Bad Arolsen. Bei einem Termin in der Konzernzentrale von KHS in Dortmund erörterte Bürgermeister van der Horst mit dem Vorstand die Pläne von KHS zur beabsichtigten Schließung des Standortes Bad Arolsen.

Dabei verwies Vorstand Herr Dr. Grabenweger auf die geänderten Marktbedingungen und die sich daraus ergebenen Notwendigkeiten, Betriebsstandorte zu schließen. Um gleichwohl eine Nachfolgeoption für den von den Schließungsplänen betroffenen Standort Bad Arolsen entwickeln zu können, wurde eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat auf Bitten des Magistrats bereits die Unterstützung des Landes in Aussicht gestellt. Bürgermeister van der Horst: "Das ist ein wichtiges Signal für die Stadt, da in der gegenwärtigen Krisensituation das allgemeine Investitionsklima belastet ist. Hier kann eine Unterstützung des Landes entscheidend sein."

Der Magistrat wird zudem das Regionalmanagement Nordhessen sowie die Wirtschaftsförderung des Landkreises Waldeck-Frankenberg bei der Entwicklung einer Nachfolgelösung einbinden. Bürgermeister van der Horst: "Es gilt, unter Einbindung aller Akteure ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Wir setzen dabei auf die Potentiale des Standortes Bad Arolsen. Dies sind neben der zentralen Lage in Deutschland und der guten Infrastruktur vor allem die gut ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

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