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Initiative Pro Bad Arolsen will mit der Barockstadt punkten

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Von: Armin Haß

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Die Barockstadt Bad Arolsen für Touristen zu erschließen, das ist ein Ziel der Initiative Pro Bad Arolsen. 2022 soll ein neuer Stadtführer aufgelegt werden.
Die Barockstadt Bad Arolsen für Touristen zu erschließen, das ist ein Ziel der Initiative Pro Bad Arolsen. 2022 soll ein neuer Stadtführer aufgelegt werden. © Armin Haß

Bad Arolsen ist als neuer Tourismus ausgezeichnet worden. Die Initiative Pro Bad Arolsen will dabei mit der Barockstadt punkten.

Bad Arolsen – Die Stadtentwicklung zu unterstützen, dafür ist die Initiative Pro Bad Arolsen angetreten, und diesem Ziel widmete sie sich mit eigenen Beiträgen, mithilfe von Sponsoren und mit öffentlichen Zuschüssen. Die Bilanz des Vorstands zeigt, wie sehr die Initiative auf den Tourismus setzt.

Neuer Stadtführer geplant

Die Barockstadt, vor kurzem vom Land Hessen als Tourismusort ausgezeichnet (wir berichteten), steht dabei im Blickpunkt. Deshalb soll im kommenden Jahr ein neuen historischer Stadtführer in deutscher, niederländischer und englischer Sprache gemeinsam mit der Stadt herausgegeben werden, wie Vorsitzender Rolf Crone berichtet.

In einer handlichen Broschüre sollen die Texte aller Tafeln aus dem Projekt „Beschilderung herausragender Gebäude“ enthalten sein. Außerdem werden Vorschläge zu „Themen-Rundwegen“ gemacht und alle Objekte mit Fotografien dokumentiert.

Barocker Spazierweg

Wichtige Grundlagen hat die Initiative dafür in diesem Jahr geschaffen. So wurde der Barocke Spazierweg saniert. Im Finanzplan der Initiative 2021 wurde dieses Projekt mit 11 000 Euro veranschlagt. Bei Gesamtkosten von rund 11 084 Euro und einem Förderbetrag durch die Leader-Region Diemelsee-Nordwaldeck von 5568 Euro verbleibt für die Initiative ein Eigenanteil von 5516 Euro.

Dafür wurden die acht Tafeln auf den Stahlstelen erneuert und durchgehend eingenordet. Zudem wurden die aktuellen Entwicklungen in der Barockstadt mit in die Texte einbezogen.

Broschüre aufgelegt

Eine Broschüre in einer Auflage von 1500 Exemplaren enthält zu jeder Station ein passendes Bild und den erklärenden Text.

Ausgangspunkt von Stadtführungen und ein „Hingucker“ für die Gäste der Stadt ist das Stadtmodell aus Bronze, das 2019 zur 300-Jahr-Feier von Arolsen enthüllt wurde. Das Werk von Egbert und Felix Broerken ist Ende 2020 endgültig abgerechnet worden, wie Crone in seinem jüngsten Bericht mitteilt.

Das ist ein „Hingucker“

Von den Gesamtkosten in Höhe von 82 600 Euro hat die Initiative die sogenannten nicht förderfähigen Kosten von 30 582 Euro übernommen. Drei Viertel sind über die Stadt aus EFRE-Mitteln der EU beigesteuert worden. außerdem flossen auch Spenden.

Neben Stadtmodell und barockem Spazierweg zielt die Beschilderung herausragender Gebäude darauf ab, die barocke Residenzstadt den Gästen näher zu bringen. Dieses Projekt ist abgeschlossen. Das letzte Schild wurde in diesem Jahr am „Haus Dalwig“, Kaulbachstraße 23, angebracht.

Herausragendes Gebäude

Das Doppelhaus ist 1730 von dem Hofperückenmacher Jürg Ludowich Dalwig und dem Bäcker Berges erbaut worden. Über eine gemeinsame Treppe geht es durch die beiden Haustüren zu den aneinandergebauten Häusern.

Mit dem Haus Dalwig, Kaulbachstraße 23, aus dem Jahre 1730 Uhr hat die Initiative Pro Bad Arolsen ihre Beschilderung herausragender Gebäude in der Altstadt abgeschlossen.
Mit dem Haus Dalwig, Kaulbachstraße 23, aus dem Jahre 1730 Uhr hat die Initiative Pro Bad Arolsen ihre Beschilderung herausragender Gebäude in der Altstadt abgeschlossen. © Armin Haß

Das Gebäude mit seiner noch erhaltenen Jugendstilveranda ist seit sechs Generationen im Besitzer der Maler- und Kunstschreinerfamilie Kaulbach. Mina Kaulbach und Adolf Viereck erwarben es Ende des 19. Jahrhunderts. Nachfahren leben dort noch heute.

Die alte Wasserleitung

Die Initiative plant eine Dokumentation über den Leitegraben, der bis in die Neuzeit zum System der Wasserversorgung gehörte. Das Architekturbüro Müntinga und Puy hat dazu nach Auskunft des Vorsitzenden Rolf Crone erste Überlegungen angestellt. Diese Überlegungen seien der Stadt vorgetragen worden, um Interesse an einem solchen Vorhaben zu prüfen

Die Initiative unterstützt auch den Stadtgutschein, den Aro-Bon. Dieser kann inzwischen beim Tourismus-Service, bei der Senioren-Residenz Ars Vivendi und im Hotel-Restaunt Luisen-Mühle gekauft werden.

Projekte der Initiative

Die Initiative hat zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 die Spendenaktion für den Kauf eines zusätzlichen Ultraschallgerätes für die Covid 19-Station für das Krankenhaus unterstützt und dafür 2000 Euro bereitgestellt.

Die Internetseite wurde überarbeitet. Online ist die Initiative unter www.pro-bad-arolsen.de zu erreichen.

Wegen der Corona-Pandemie hat es die letzte Mitgliederversammlung am 10. März 2020 gegeben. Daher hat der Vorsitzende Rolf Crone die Aktivitäten in einem Brief an die Mitglieder für die Zeit bis zu diesem Jahresende zusammengefasst. Die Kasse ist unterdessen auch geprüft worden. (Armin Haß )

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