Wichtiges Angebot

Mit WLAN in Erstaufnahmeeinrichtung Mengeringhausen in Kontakt zu Angehörigen

Kommunikationsmöglichkeiten in der Erstaufnahmeeinrichtung durch das Angebot von freiem WLAN verbessert. Von links: Bürgermeister Jürgen van der Horst, Einrichtungsleiter Heinrich Rüsseler, Abteilungsleiter Manfred Becker vom RP Gießen, sowie die beiden IT-Spezialisten Andreas Pohl und Benjamin Willers.
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Kommunikationsmöglichkeiten in der Erstaufnahmeeinrichtung durch das Angebot von freiem WLAN verbessert. Von links: Bürgermeister Jürgen van der Horst, Einrichtungsleiter Heinrich Rüsseler, Abteilungsleiter Manfred Becker vom RP Gießen, sowie die beiden IT-Spezialisten Andreas Pohl und Benjamin Willers.

Durch leistungsstarkes WLAN-Netzwerk können die Bewohner der Erstaufnahmeunterkunft in Mengeringhausen Kontakte zu Familien und Freunden halten.

Arolsen-Mengeringhausen – Mit Verwandten und Freunden in Verbindung zu bleiben, ist gerade für Asylsuchende und in der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen besonders wichtig. Mithilfe von leistungsfähigen WLAN-Netzen wird dies nun zumindest auf elektronischem Wege ermöglicht.

So werden die Daten übermittelt

Mithilfe der IT-Spezialisten Andreas Pohl (Pohl Consulting Team) und Benjamin Willers (Netz-Concepte) sowie dem Verein Freifunk Frankenberg gelang es, in den vergangenen Monaten zum einen das WLAN-Netzwerk herzurichten und zum anderen die leistungsfähige Verbindung in den Bioenergiepark Mengeringhausen zur Erstaufnahmeeinrichtung mit derzeit 260 Bewohnern herzurichten.

„Das Handy ist für die Kontakte zu Familienangehörigen und Freunden elementar wichtig“, bekräftigt Manfred Becker (Abteilungsleiter für Flüchtlingsangelegenheiten, Erstaufnahmeeinrichtung und Integration).

Das machte Probleme

Bis zum Ende vorigen Jahres hätten Bewohner zum Teil in Gruppen nach WLAN-Hotspots in Bad Arolsen gesucht und zum Teil die auf dem Mobiltelefon erkennbaren, aber ohne Passwort nicht nutzbaren WLAN-Punkte, aufgesucht. Das Auftreten der Bewohner habe Unbehagen hervorgerufen. Dieses Problem ist mit der verbesserten WLAN-Lösung im Bioenergiepark gelöst worden.

Mithin wird ein Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet, weil die Bewohner für das Telefonieren oder Chatten in der Unterkunft bleiben können. Dort ist nach Auskunft von Becker seit 14 Tagen keine Corona-Infektion registriert worden. Die neu ankommenden Flüchtlinge werden zunächst bei der zentralen Erstaufnahme in Gießen untersucht und für 14 Tage in Quarantäne geschickt.

Frei von Corona-Fällen

Dennoch gab es seit November in der Einrichtung in Mengeringhausen 32 Fälle, bis zu neun Infektionen gleichzeitig. Doch dank der medizinischen Betreuung und der Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt konnte eine Ausbreitung verhindert werden. Niemand musste ins Krankenhaus, bei den meisten wurden keine Covid-19-Symptome verzeichnet.

Die Pandemie verschärfte die Situation in der Einrichtung. Sprachkurse, die Betreuung von Kindern oder Sport werden nur sehr eingeschränkt angeboten.

Impfen in Gemeinschaftsunterkünften

In der vorigen Woche wurden 94 Bewohner mit dem nur einmal zu verabreichenden Vakzin Johnson & Johnson geimpft. Becker schätzt, dass sich weitere Bewohner immunisieren lassen.

Als Angehörige der Priorisierungsgruppe zwei wegen der besonderer Ansteckungsgefahr in Gemeinschaftsunterkünften werden Geflüchtete seit Dienstag bei der Ankunft in Gießen geimpft.

Der aktuelle Stand

4097 Menschen (Stand: 21. Mai) leben in der Erstaufnahmeeinrichtung Hessen, davon 1892 in der Gießener und 2205 an den anderen acht Standorten in Bad Arolsen, Büdingen, Darmstadt, Kassel-Niederzwehren und Neustadt sowie den Jugendherbergen in Büdingen, Grävenwiesbach sowie Kassel. (Armin Haß)

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