Helser und Bathildisheim feiern gemeinsam

150 Motorräder starten bei 18. Dreiradrallye

Bad Arolsen - Helsen - Gleich dreifachen Grund zum Feiern hatten die Menschen in Helsen am Wochenende: Das Bathildisheim besteht seit 100 Jahren, die beliebte Dreiradrallye startete zum 18. Mal und die Dorfgemeinschaft richtete ein fröhliches Sommerfest aus.

Die Motoren knattern laut, ausgefallene Hupen lassen ungewohnte Melodien erklingen, schmucke Motorräder gewinnen an Geschwindigkeit und am Straßenrand jubeln Hunderte dem Start der 18. Dreiradrallye am Bathildisheim entgegen. Und auf die Gesichter der Schüler der Karl-Preising-Schule schleicht sich ein breites Lächeln. Seit Wochen haben sie diesem Augenblick entgegengefiebert, wenn Erzieher Karsten Meyer endlich die blaue Fahne hebt und das Zeichen zum Start gibt. „Die Aufregung in den vergangenen Tagen war riesig“, erzählt Meyer. Während die Kinder noch rätselten, in welchem Beiwagen sie Platz nehmen würden und die Helme Probe trugen, liefen hinter den Kulissen die Vorbereitungen. Am Freitagnachmittag erreichten dann die ersten Biker aus der ganzen Bundesrepublik das Gelände in Helsen. Und unter dem Jubel der Kinder und Jugendlichen schlugen die Gäste ihre Zelte auf der Wiese auf. Am Ende waren es 150 Motorräder mit Beiwagen, die zum Bathildisheim kamen. Jedes Jahr wieder schreiben die Organisatoren Motorradfreunde aus ganz Deutschland an und jedes Jahr folgen weit über 100 der Einladung, um den Schüler einen Ausflug im Beiwagen zu ermöglichen. „Wir starten zwei Mal“, sagt Meyer, „also können 300 Schüler in den Beiwagen Platz nehmen“. Als es dann endlich so weit ist, der Startschuss fällt und viele Eltern und Freunde die Ausflügler mit Jubelrufen verabschieden, da winken Hände überschwänglich und Augen glänzen vor Freude. Die Fahrt durchs Waldecker Land beginnt. Ohnehin ist es ein Festtag für die Menschen des Bathildisheims und für die Helser. Zum ersten Mal nämlich feiern sie gemeinsam. Die Dorfgemeinschaft richtet auf dem großen, schmucken Gelände der Einrichtung ihr Dorffest aus. „Wir haben seit jeher eine enge Verbindung und es ist schön, wenn wir auch gemeinsam feiern“, sagt Helsens Ortsvorsteher Franz-Josef Greger. Und Karsten Meyer erinnert an die Zeiten des Nationalsozialismus, als sich die Helsener vor die Menschen mit Behinderung stellten und ihr Leben schützten. „Auch daher rührt unsere enge Verbundenheit“, sagt Meyer. Und die ist am großen Festwochenende deutlich spürbar. Unzählige Spielstände laden zum Entdecken ein – für Gäste ebenso wie für die Schüler selbst. Kulinarische Köstlichkeiten haben die Helser vorbereitet und überall duftet und brutzelt es. Für Stimmung auf der Festbühne sorgen tagsüber die Moskitos aus Neuberich mit fröhlichen Liedern und Tänzen und die Trommelgruppe vom Bickeweg sorgt für flotte Rythmen und lässt den Funken schnell ins Publikum überspringen – so viel Fröhlichkeit steckt an.Abends spielen dann „Müller-Meier-Schulze“ zum Tanz auf. Und bevor es wieder leiser wird auf dem Gelände des Bathildisheims, wird es nochmal richtig laut und ausgelassen. (resa)

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