In der Greifvogelstation Essentho wurde er wieder aufgepäpptelt

Nach Unfall wieder fit: Bussard darf wieder fliegen

Endlich wieder frei: Mathilde u nd Wilfried Limpinsel von der Greifvogelstation Essentho mit dem Bussard. Der Vogel hatte sich in Bad Arolsen im Kühlergrill eines Autos verfangen. 

Mit viel Glück hatte er im Februar einen Zusammenstoß mit einem Auto überlebt – jetzt darf der Bussard wieder fliegen. Mathilde und Wilfried Limpinsel von der Greifvogelstation Essentho haben den verletzten Vogel in den vergangenen Wochen aufgepäppelt und ihm am Montag wieder die Freiheit geschenkt.

Bad Arolsen. Auf der Helser Umgehungsstraße hatte sich der Mäusebussard am 28. Februar im Flug über der Fahrbahn verirrt und sich mit seinen Schwingen im Kühlergrill eines Autos verfangen. Der Vogel überlebte, zwei Beamte der Polizeistation Bad Arolsen befreiten ihn aus seiner misslichen Lage, sperrten ihn kurzzeitig in einen Karton und informierten Greifvogelexperte Wilfried Limpinsel aus Essentho.

„Das Tier war auf den ersten Blick unversehrt und stand gut im Futter“, sagt Limpinsel rückblickend. Eigentlich hatte er damals damit gerechnet, den Mäusebussard schnell wieder freilassen zu können. Doch der Zustand des Vogels stellte sich dann als schlechter als zunächst gedacht heraus. „Er musste 14 Tage zwangsgefüttert werden“, sagt Limpinsel.

Erster Flugversuch:    Wilfried Limpinsel lässt den genesenen  den Bussard in die Freiheit. Der Vogel hatte sich in Bad Arolsen im Kühlergrill eines Autos verfangen. 

Der Bussard kam Tag für Tag wieder mehr zu Kräften. - Nach weiteren 14 Tagen habe der Vogel wieder „auf der Stange gesessen“, sagt Limpinsel. Am Montag ließen Mathilde und Wilfried Limpinsel den völlig genesenen Bussard wieder fliegen.

Auch wenn der Bussard in der von Arolsen rund 20 Kilometer entfernten Greifvogelstation im Marsberger Ortsteil Essentho wieder freigelassen wurde, wird er wohl in seine Heimat bei Helsen zurückkehren. „Bei dieser relativ kurzen Distanz finden die Bussarde wieder zurück“, sagt der Greifvogel-Experte.

Zuvor hatte der Mäusebussard mit dem so genannten Helgoland-Ring quasi seinen Reisepass bekommen: Mit dem kleinen Metallreif am Fang ist der Vogel beim Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ in Wilhelmshaven registriert, die damit Daten über die Lebensweise sammelt. Die Einrichtung an der Nordsee ist als Beringungszentrale auch für Hessen zuständig.

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