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Nach zwei Jahren Pause endlich wieder Barock-Festspiele im Bad Arolser Schloss: Musik wie in Arkadien

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Von: Elmar Schulten

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Vorfreude auf die 36. Barockfestspiele vom 25. bis 29. Mai: von links Wilhelm Müller vom Gästezentrum, künstlerische Leiterin Dorothee Oberlinger, Erster Stadtrat Udo Jost und Claudia Wagener vom Gästezentrum.
Vorfreude auf die 36. Barockfestspiele vom 25. bis 29. Mai: von links Wilhelm Müller vom Gästezentrum, künstlerische Leiterin Dorothee Oberlinger, Erster Stadtrat Udo Jost und Claudia Wagener vom Gästezentrum. © Elmar Schulten

Einen Monat vor Beginn der 36. Arolser Barock-Festspiele gehen die Organisatoren in die Vollen und verkünden die Verkaufsfreigabe für die zweite Tranche der Konzerttickets.

Bad Arolsen - Bei der ersten Vorstellung des Festspielprogramms im Dezember war das Team vom städtischen Gästezentrum noch vorsichtig und beschränkte sich darauf, nur jedes dritte und vierte Konzertticket an Musikliebhaber abzugeben. Nun kommen auch die anderen in den Verkauf.

Diese Strategie hat den Effekt, dass auch diejenigen, die erst jetzt zum Zuge kommen, immer noch die Chance haben, Plätze weit vorne zu ergattern.

Angelehnt an die griechische Götter- und Sagenwelt

Und mit Blick auf Corona sollen auch jetzt noch größere Abstände zwischen den Sitzreihen als früher eingehalten werden. Wer mag, kann auch immer noch seine Maske während des Konzertes tragen.

Künstlerisch wird sich diesmal alles um das Thema Arkadien drehen, jenen mythischen Ort aus der griechischen Götter- und Sagenwelt, in der Schäfer mit der Panflöte die Natur besingen und an dem es freie Liebe ohne Standesbeschränkungen zwischen Göttern und Menschen gibt.

Brasilianischer Star-Sopranist Bruno de Sa

Das vollkommene Glück inmitten der Schönheit der Natur haben die Künstler im barock wiederentdeckt und in ihrer Musik verewigt. Einen Eindruck davon vermittelt die künstlerische Leiterin der Barock-Festspiel, Dorothee Oberlinger, die mit ihrem Ensemble 1700 das Eröffnungskonzert am Abend des 25. Mai mit Werken von Händel Bononcini und Corelli gestaltet. Mit dabei ist der brasilianische Star-Sopranist Bruno De Sá.

Die preisgekrönte junge Barockgeigerin Alfia Bakieva lädt gemeinsam mit dem Blockflötisten Maximilian Volbers zu einem Programm barocker Verrücktheiten ein, die das friedliche Arkadien gleichsam „aufmischen“.

Telemann feierte Hochzeit im Hirtenkostüm

Die junge Sopranistin Anna Herbst – selbst gelernte Schäferin – präsentiert ein frühbarockes Programm mit Arien von Barbara Strozzi und Claudio Monteverdi. Dirigent Hermann Max ist mit seinem „Kleinen Konzert“ mit den Blumenfreunden Händel und Telemann zu erleben, die beide eine Vorliebe für das Schäferidyll hatten. Telemann feierte seine Hochzeit sogar im Hirtenkostüm.

Gambist Fahmi Alqhai aus Sevilla präsentiert mit seinem Ensemble Accademia del Piacere „Echos aus Arcadia“ mit französischer Barockmusik. Im Abschlusskonzert am Freitag, 27. Mai, gehen Instrumente wie Chalumeaux, Traversflöte, Violine oder Gambe in Michael Dückers Ensemble „nuovo aspetto“ in „Wiens Arkadien“ friedliche Freundschaften mit dem gefeierten Countertenor Valer Sabadus ein.

Frieda Braun erfreut die Nachtschwärmer

Daneben gehören zum Festspielprogramm auch wieder eine Reihe kostenloser Veranstaltungen und eine Exkursion in die Waldecker Geschichte.

Die Nachtschwärmer-Veranstaltung wird diesmal am Freitag, 27. Mai, von der Sauerländer Kabarettistin Frieda Braun gestaltet. Ihr aktuelles Programm „Erst mal durchatmen“, gibt es für 22 Euro in der Fürstlichen Reitbahn zu sehen.

Rock-Event und Künstler-Open-Air

Die BA-Rock-AG veranstaltet am Samstag, 28. Mai, auf dem platz vor dem Bürgerhaus eine Rocknacht und den Barock-Sonntag gestalten die Geschäftsleute von Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) mit einem Künstler-Open-Air in der Schlossstraße.

Mehr Informationen und Tickets gibt es im Internet unter www.arolsen-barockfestspiele.de (Elmar Schulten)

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