Neue Statue von Emil Wolff erworben:

„Die Nacht“ strahlt im Bad Arolser Rauch-Museum

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Die Skulptur „Die Nacht“ des Bildhauers Emil Wolff wurde feierlich im Rauch-Museum enthüllt. Über die Neuanschaffung freuen sich (von links) der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz, Eva Claudia Scholtz, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel, Dr. Stephanie Tasch und Ulrike Hesse vom Museumsverein Bad Arolsen.  

Bad Arolsen.  Mit der allegorischen Skulptur „Die Nacht“ hat eine weitere Arbeit des Deutschrömers Emil Wolff Einzug in die Barockstadt gehalten.

Unter großem Publikumsinteresse wurde die Neuerwerbung im Christian-Daniel-Rauch-Museum enthüllt. Der Bildhauer Emil Wolff (1802 1879), ein Neffe und Schüler von Johann Gottfried Schadow, führte sein Atelier in der italienischen Kunstmetropole. Der gebürtige Berliner arbeitete in der früheren Werkstatt von Christian Daniel Rauch in der Via Quattro Fontane in Rom und stand im Mittelpunkt des internationalen Kunstschaffens dieser Stadt.

Mit dem aus Arolsen stammenden Christian Rauch war Emil Wolff freundschaftlich verbunden. So erkläre sich auch die Einbettung in das Museum, spannte Eva Claudia Scholtz von der Hessischen Kulturstiftung den Bogen vom Künstler zum neuen Aufstellungsort.

Gemeinsam haben die Kulturstiftung der Länder, die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Hessische Kulturstiftung den Kaufpreis von 200 000 Euro für das bisher in Privatbesitz befindliche Kunstwerk aufgebracht. Diese nicht nur von Dr. Stephanie Tasch (Kulturstiftung der Länder) gelobte Zusammenarbeit komme nun der Stadt wie auch der Öffentlichkeit zugute, erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Mit der Bewahrung des Kulturguts sei auch die Aufgabe verbunden, Werke nicht im stillen Kämmerlein, sondern öffentlich zu zeigen.

Und auch im Sinne der Stadtentwicklung, so van der Horst, sei die Neuerwerbung gut investiertes Geld. Mit ihrem von Sternen gesäumten Mantel, der Mohnkapsel und der kleinen Eule hat Emil Wolff seiner Skulptur all jene Attribute verliehen, die für die Nacht und den Schlaf stehen.

Die Museumsbesucher indes dürften ihre Freude an der mitsamt Sockel 2,40 Meter messenden, eleganten Frauenfigur aus Carrara-Marmor haben, die an ihrem neuen Standort im Christian-Daniel-Rauch-Museum mit dem schräg gegenüber aufgestellten Götterboten Hermes zu korrespondieren scheint. (VON SANDRA SIMSHÄUSER)

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