Volkmarsen

Natürliches Mittel für den Gewässerschutz

- Volkmarsen (-ah-). Salix – zu Deutsch die Weide – ist mit ihren 30 Arten allein in Deutschland ein idealer Landschaftsschützer. Sie stand gestern in Volkmarsen im Blickpunkt einer Tagung zum Gewässerschutz.

„Die Weide als Pflanze und lebender Baustoff in der Gewässerentwicklung und -unterhaltung“ war in Theorie und Praxis an der nahe gelegenen Erpe Thema des Treffens der Gewässernachbarschaft Diemel und Obere Eder im „Quellenhof“. Mit ihrer vermehrungsfreudigen Vitalität und ihrer robusten Art sind die wasserliebende Bäume bestens geeignet, um mit kräftigen Wurzeln Uferböschungen zu sichern und Ausschwemmungen in Gewässer einzudämmen.Thomas Paulus von der Gemeinnützigen Fortbildungs­gesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung in Mainz sowie Günter Sander vom Regierungspräsidium Kassel erläuterten die Bedeutung des Baumes für den Gewässerschutz und die aktuelle Umweltschutzgesetzgebung, die langfristig wirkende Schutzmaßnahmen an Bächen und Flüssen fordert und im Rahmen einer EU-Richtlinie sogar ab 2027 Nichthandeln mit Strafe bedroht.

Durch die Bepflanzung im weiträumigen Uferbereich kann auch das Ausschwemmen von Schlamm in die Twiste verhindert werden, die inzwischen zur Verlandung des Vorstaus am See geführt hat. Daher sind neben dem Ausbaggern Renaturierungsmaßnahmen am Oberlauf vorgeschlagen worden. Mehr in der gedruckten Ausgabe.

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