Rhoden

Neuauflage des Rhoder Ortssippenbuches präsentiert

- Diemelstadt-Rhoden (sim). Sein „ungeheures Interesse an der Geschichte“ hatte den Autor Friedrich Hübel dazu veranlasst, den familienkundlichen Teil des 1994 erschienenen Ortssippenbuches auf den neuesten Stand zu bringen und um viele historische Daten und Abbildungen zu bereichern.

In nur zwei Jahren hat Hübel diesen Kraftakt „im Alleingang“ bewerkstelligt, wie Walter Bracht als Vorsitzender der Ortsgruppe Diemelstadt im Waldeckischen Geschichtsverein dem Verfasser bescheinigte. Zwei Kilogramm schwer ist der umfassendste Band in der Reihe der Waldeckischen Ortssippenbücher schließlich geworden, bei dessen Übergabe Friedrich Hübel mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurde (siehe unten stehenden Bericht). Der Inhalt eines Ortssippenbuches stehe und falle mit den Quellen der Kirchenbücher und des Standesamtes, hatte Walter Bracht betont. Aus Sicht des Autors stellte deren Sichtung ein bewegendes und durchaus mit praktischen Schwierigkeiten verbundenes Unterfangen dar – „wenn zum Beispiel zwölfmal der Name Johannes Sinemus in einer Generation vorkam“, wie Hübel verschmitzt verriet. Über 500 Seiten erstreckt sich der Sippenteil, 4300 Familien- und 174 Hausnamen sind darin verzeichnet. Darüber hinaus enthält der Band einen Überblick über die (Kirchen-)geschichte Rhodens, über Bevölkerungsstrukturen und historische Persönlichkeiten der Stadt. Pfarrer Zacharias Wahl, der Naturwissenschaftler und Politiker Adolf Speyer oder Sprachforscher Prof. Bernhard Martin sind in dieser Reihe zu nennen. Farbige Abbildungen ergänzen den Band, dessen Veröffentlichung von zahlreichen Rhoder Firmen, privaten Spendern, dem Magistrat der Stadt Diemelstadt, der Sparkasse Wal­deck-Frankenberg, der Waldecker Bank und vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde. Bereits vor der Übergabe hatten 400 Rhoder mit zahlreichen Vorbestellungen ihr Kauf­- interesse an dem Ortssip­penbuch bekundet. „Nach dem Blättern werden es noch mehr werden“, prognostizierte Wendt.Der Vorsitzende des Geschichtsvereins hofft, dass das Buch sowohl den Anstoß für weitere Zweitauflagen geben möge wie auch dafür, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.

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