Dokumente als Teil des Weltdokumentenerbes in Bad Arolsen dauerhaft sichern

Neubau für ITS-Archiv favorisiert

Bad Arolsen - Eine gemeinsame Initiative für den Bau eines neuen Archivs starten Internationaler Suchdienst und die Stadt Bad Arolsen. Bürgermeister Jürgen van der Horst will bei der Standortsuche behilflich sein.

Bad Arolsen (ah). Über die Arbeit des ITS, dessen Archiv kürzlich von der Unesco zu einem Teil des Weltdokumentenerbes ernannt wurde, informierte sich Ralf Stegner, Mitglied des SPD-Bundesvorstands, zusammen mit MdB Ullrich Meßmer und dem Landtagskandidaten Dr. Christoph Weltecke. Der ITS hat beim Finanzministerium den Bau eines neuen Archivgebäudes beantragt. Darin sollen die vielen Millionen Datenbestände über Millionen von NS-Opfern dauerhaft am Standort gesichert werden. Die Besonderheit in Arolsen ist die Präsenz aller Originaldokumente aus der NS-Zeit und den Nachkriegsjahren. Die Bedingungen für deren Unterbringung sind jedoch nicht gut. In einem Erkundungsverfahren will das Finanzministerium prüfen lassen, ob ein Neubau erstellt oder ein vorhandenes Gebäude in Bad Arolsen dafür genutzt wird. Hier wird die bundeseigene Immobiliengesellschaft BIMA eingeschaltet.Die Stadt will nun in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Vertretern des Suchdienstes diese Suche unterstützen. Ein Neubau, so die neuesten Überlegungen, ließe sich auch durch einen privaten Investor ermöglichen, wie in der gestrigen Runde erklärt wurde. Der Bund würde dann das Bauwerk mieten. Denkbar wäre die Nutzung der Fläche zur Jahnstraße. Die Kosten werden auf drei bis fünf Millionen Euro geschätzt. Als Zentrum für Forschung, Information und Bildung sei der ITS auch in Zukunft gefragt, sagte der Berater der Direktorin Rebecca Boehling und langjährige Archivleiter, Udo Jost. MdB Ullrich Meßmer berichtete, er wolle in einer Anfrage an das Finanzministerium die Möglichkeiten beim Bund klären. Gefordert werden auch mehr und dauerhafte Stellen für Historiker und Archivare.

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