Bisher nicht gezeigte Bilder zur 300-Jahr-Feier zu sehen

Neue Arolser Ausstellung macht neugierig auf mehr  

Seit Beginn der Sanierungsarbeiten erstmals wieder zu sehen: Bilder der Malerfamilie Kaulbach, darunter rechts zwei Neuzugänge des Münchener „Frauenmalers“ Friedrich August von Kaulbach.

Bad Arolsen – Die Stadt Arolsen hat  kulturhistorisch eine Menge zu bieten. Das beweist die neue Ausstellung im Schloss „gesammelt verborgen. Die kulturgeschichtlichen Sammlungen in Arolsen“, die von Museum und Museumsverein eröffnet wurde.

Dreihundert der wertvollsten Kunst- und Kulturschätze der 300-jährigen Residenzstadt umfasst das gesamte Projekt. Vorgestellt werden die Preziosen in einem umfangreichen Katalog. Dessen Druckfassung ließ zur Vernissage noch auf sich warten, soll aber in den kommenden Tagen erhältlich sein. Vielleicht kein Wunder bei knapp 600 Seiten, auf denen 300 Objekte vorgestellt werden.

So lange dauern die Vorbereitungen

 Immerhin drei Jahre, verriet Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel, habe die aufwendige Vorbereitung des Sammlungsprojekts gedauert. Im Residenzschloss wird daraus nun eine repräsentative Auswahl gezeigt: Wertvolle Bände aus der Bibliothek Brehm, der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek sowie Bilder und Objekte aus den Beständen des Museums Bad Arolsen sind auf zwei Etagen zu sehen.

Das Reineke-Fuchs-Universum des in Arolsen geborenen Malers Wilhelm von Kaulbach, rechts in einer Skulptur von Hanns Gasser, ist ebenfalls Teil der Ausstellung.

Neben Porträts des früheren Arolser Hofmalers Friedrich Wilhelm Maul gibt es ein Wiedersehen mit zahlreichen Gemälden der Malerfamilie Kaulbach. Wegen der laufenden Sanierung des Schreiberschen Hauses werden die Bilder in diesem Jahr erstmals ausgestellt. Besucher können gleich zwei neu zur Sammlung hinzugekommene Gemälde des auf ausdrucksvolle Frauenporträts spezialisierten Malers Friedrich August von Kaulbach bestaunen.

Sie machen mit

Überhaupt zielt das Ausstellungsprojekt auf einen der Urinstinkte ab, wie Bürgermeister Jürgen van der Horst befand: Es geht um die menschliche Neugier. So riet van der Horst den 150 Gästen, darunter Landrat Dr. Reinhard Kubat, mit offenen Augen und Ohren hinter die Kulissen zu schauen und die zwölf vertretenen Sammlungen auch selbst zu besuchen.

Gesammelt – verborgen im Schloss: Das Ausstellungsprojekt von Museum und Museumsverein wird in einem großformatigen Bildband dokumentiert. Unser Bild zeigt einige der beteiligten Autoren um Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel (rechts im Bild). Foto:Sanra Simshäuser

Beteiligt sind an der neuen Ausstellung die Stiftung des fürstlichen Hauses, Hofbibliothek, Waldeckische Regierungsbibliothek, Bibliothek des Waldeckischen Geschichtsvereins, das Stadtarchiv, das Museum Bad Arolsen mit seinen Sammlungsschwerpunkten Kaulbach-Sammlung, Christian Daniel Rauch-Museum und Stadtgeschichte, Arolsen Archives und das Historicum 20.

Das sind Schätze

Innerhalb der Sammlungen sind die im Ausstellungskatalog vorgestellten Schätze mit einer orangefarbenen 300 gekennzeichnet.

Die umfangreiche Ausstellung im Schloss liefert also streng genommen nur einen kleinen Vorgeschmack auf die Kulturvielfalt, die sich in Bad Arolsen noch in Regalen, Museen und Magazinen verbirgt.

Die Ausstellung „gesammelt verborgen“ wird bis zum 17. November in den Ausstellungsräumen im Schloss gezeigt. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 14.30 bis 17 Uhr, Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Sonntagsführungen beginnen jeweils um 11.15 Uhr. Eintritt: vier Euro, ermäßigt drei Euro. Info: museum-bad-arolsen.de (Sandra Simshäuser)

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